Bunter und lautstarker Protest vor Besichtigung

Am Grundschulstandort Schöneck wurden die Politiker mit buntem und lautstarkem Protest empfangen.

LÜDENSCHEID ▪ In gut einer Woche tagt der Schulausschuss, um über die Aufgabe eines Standorts des Grundschulverbundes Schöneck/Brügge zu diskutieren. Am Donnerstag warfen Politiker gezielte Blicke ins Innenleben der beiden Einrichtungen.

Berthold Lüke, Schulleiter der Verbundschule, führte die Vertreter des Schulausschusses und der Ratsparteien durch die Klassen- sowie Betreuungsräume des Offenen Ganztags und der Betreuung „8 bis 1“ und erklärte die Abläufe.

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Am Schöneck wurden die Politiker aber zunächst von zahlreichen Eltern und Kindern, die mit bunten Luftballons ausgestattet waren, empfangen. Natürlich fehlte auch ein Transparent mit der Aufschrift „Wir sind Schöneck“ nicht – wie berichtet, das Motto, mit dem die Eltern für den Erhalt der Grundschule kämpfen. Julia Hüttemann-Wilks, Klassenpflegschaftsvorsitzende der Klasse 1b der Grundschule Schöneck, unterstrich noch einmal die Position der Eltern, von denen einige bewusst in den Ortsteil Oeneking gezogen seien, weil die schulische Infrastruktur so gut passt. Die mögliche Schließung des Grundschule Schöneck sei kontraproduktiv.

Der Schulausschussvorsitzende Jens Voß, der die Schulbsichtigungen auf den Weg gebracht hatte, erklärte, alle Argumente pro und contra würden ordentlich bewertet. Gleichzeitig lud er Eltern und Kinder zur Schulausschusssitzung am 5. Februar um 17 Uhr in den Ratssaal ein.

In Brügge empfing die Schulpflegschaftvorsitzende Cornelia Kölz die Teilnehmer der Besichtigungstour: „Die Eltern wollen die Kinder aus der Diskussion heraushalten. Nicht wer am lautesten schreit, hat Recht. Die Sachargumente sollen entscheiden“, erklärte sie. Diese werden in den Fraktionssitzungen nächste Woche beraten.

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