Bundesverdienstkreuz für Unternehmer Helmut Kostal

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Gruppenbild mit Verdienstkreuz (v.l.): Helmut Kostal, Dieter Dzewas, Angelika Kostal und Thomas Gemke. Den hier von Blumen verdeckten Ehrenring der Stadt trug Kostal ebenfalls. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Manchmal sind die Kommunen schneller als der Bund“, schmunzelte Bürgermeister Dieter Dzewas in seiner Laudatio auf Helmut Kostal, der fünf Monate nach dem Ehrenring der Stadt Lüdenscheid am Dienstag im Ratssaal das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt. Für Bundespräsident Joachim Gauck überreichte Landrat Thomas Gemke den Verdienstorden.

Kostal teilte die höchste Auszeichnung, die es für ehrenamtliches Engagement in der Bundesrepublik gibt, nach seinen Worten mit allen Mitarbeitern der Leopold Kostal GmbH & Co. KG in Deutschland, mit seiner Frau Angelika und den Kindern sowie den Gesellschaftern. Denn: „Auch wenn dieser Orden meine ehrenamtlichen Tätigkeiten würdigen soll, so wären auch die ohne die Erfolgsgeschichte der Firma und die Unterstützung meiner Familie niemals zu Stande gekommen“, sagte Kostal.

Der heutige Seniorchef, der seine aktuelle Funktion als die eines „Liberos“ beschrieb, leitete das 100-jährige Unternehmen von 1981 bis 2010 in dritter Generation, bevor er den Staffelstab an seinen Sohn Andreas weitergab.

Zu Kostals Ehrenämtern, die Thomas Gemke aufführte, zählten branchennahe wie der Vorsitz des Arbeitgeberverbandes Metall+Elektro, aber auch fünf Jahre als CDU-Ratsherr, sieben Jahre als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Dortmund oder Vorstandsfunktionen im LTV 1899 oder der Hotop-Riege.

Kämpferisch gab sich Helmut Kostal, als es um sein jüngstes Ehrenamt ging – als Nachfolger des gestern ebenfalls anwesenden Dr. Walter Hueck im Vorsitz der Phänomenta-Stiftung. „Ich war gelinde gesagt erstaunt über die negative Bewertung des Projektes Denkfabrik durch den Bund der Steuerzahler“, erklärte er. Denn es sei „ein verdammt gutes Werk“, bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Denkfabrik die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken und wach zu halten – in unmittelbarer Nachbarschaft des gerade eröffneten fünften Studienortes der Fachhochschule Südwestfalen. Natürlich sei das nicht ohne Risiko, aber diese so entscheidenden Hintergründe seien vom Steuerzahlerbund schlicht ignoriert worden.

Die Denkfabrik biete zudem die Chance, ein Versäumnis zu korrigieren, dessen sich laut Kostal frühere Rats- und Verwaltungsvertreter schuldig gemacht hatten: „Das Versäumnis, in die frei werdenden Kasernen nicht einen bedeutenden Teil der Fachhochschule geholt und Lüdenscheid damit schon damals die Möglichkeit eingeräumt zu haben, Bildungsgänge über das Abitur hinaus anzubieten.“ ▪ hgm

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