Bundesverdienstkreuz für Ernst Otto Brucke

Ernst Otto Brucke mit Ehefrau Ruth, NRW-Ministerin Ute Schäfer (r.), Tochter Dr. Gabriele Brucke und deren Lebensgefährten Dr. Dietrich Bröer.

LÜDENSCHEID ▪ NRW-Ministerin Ute Schäfer verlieh gestern in Düsseldorf das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse an den ehemaligen Lüdenscheider Stadtwerke-Direktor Ernst Otto Brucke. Der kleine Festakt, eine Amtshilfe für den die Auszeichnung verleihenden Bundespräsidenten, fand im NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport statt.

In ihrer Würdigung des Geehrten stellte Ute Schäfer einen Zusammenhang zwischen den Arbeitsfeldern ihres neu zugeschnittenen Ministeriums und den diversen ehrenamtlichen Engagements des Geehrten her. „Ich möchte Ihnen ausdrücklich danken für Ihre vielfältigen Aktivitäten. Menschen wie Sie sind Vorbilder“, sagte die Ministerin und ließ eine lange Liste von Organisationen Revue passieren, an deren Gründung Brucke maßgeblich mitwirkte: 1992 – Verein für die Geschichte Preußens und der Grafschaft Mark. 1994 – Ärztliche Beratungsstelle gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern und Jugendlichen. 1996 – Verein „Glücksbringer“. 1997 – Lüdenscheider Tafel. Auch für die Arbeiterwohlfahrt – Bezirk Hagen und MK – sowie das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis engagierte sich Ernst Otto Brucke.

Was in der Aufzählung der Ministerin zu kurz kam, trug Bürgermeister Dieter Dzewas nach, der ebenfalls nach Düsseldorf gereist war. Er erinnerte vor allem an Ernst Otto Bruckes Tätigkeit als Aufbauhelfer im brandenburgischen Finsterwalde. Er fungierte dort zusammen mit Jürgen Dietrich als Berater. „Dir ist es zu verdanken, dass es Gas, Wasser und Strom in Finsterwalde aus kommunaler Hand gibt“, sagte Dzewas und verwies auf viele andere Ost-Kommunen, deren Versorger über die Treuhand zumeist in die Hände der großen Energieversorger gerieten.

Beraterhonorare für seine Tätigkeit spendete Brucke für den Aufbau in Finsterwalde. Ihm sei der partnerschaftliche Umgang bei dieser Tätigkeit sehr wichtig gewesen, betonte er gestern. „Nicht ‚Ihr müsst das so und so machen’“, sondern „Wir machen das in Lüdenscheid so“, sei dort sein Leitsatz gewesen.

Für ein Kulturdenkmal setzte sich Ernst Otto Brucke in Berka vor dem Hainig (bei Eisenach) ein: Dort galt es, nach der Wende eine Rokoko-Kirche aus dem Jahr 1757 zu retten.

Freunde und Weggefährten attestierten dem Geehrten am Rande des Festaktes eine hohe „Akribie“ in allem, was dieser getan habe. Eine weitere Facette seines unermüdlichen Wirkens: Als spätberufener Rotarier habe Brucke eine „so große Aktivität entfaltet, dass diese jedem jungen Mitglied zur Ehre gereicht hätte“, sagte Dieter Dzewas. „Was ich gemacht habe, habe ich gerne gemacht“, gab sich der Geehrte selber bescheiden. ▪ thk

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