Minister Altmaier auf Wahlkampftour in Lüdenscheid

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Peter Altmaier sagt: „Die Energiewende muss bezahlbar sein.“

Lüdenscheid - „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie wettbewerbsfähig ist.“ Mit Sätzen wie diesen machte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstagabend in Lüdenscheid Werbung für den eingeschlagenen Weg aus der Atomenergie.

Gleichzeitig warb er vor den mehr als 100 Gästen in den Museen der Stadt für eine Wiederwahl des CDU-Abgeordneten Dr. Matthias Heider. Dieser hatte im Vorfeld der Bundestagswahl im September zu diesem „politischen Sommergespräch“ mit dem Minister eingeladen. Heider freute sich über die große Resonanz, nicht nur von Parteimitgliedern.

Daher entschlossen sich die Organisatoren, die ursprünglich geplante Diskussion zwischen Altmaier und Hans Ulrich Volz, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid, sowie Georg Keppeler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall im Kreis Olpe und Mitglied des Bundesvorstandes der IG Metall, abzukürzen. Stattdessen wurden einige Fragen aus dem Publikum an Altmaier zugelassen.

Volz und Keppeler brachten zumindest die Sorgen von Arbeitgebern und -nehmern im Hinblick auf die Energiewende und die steigenden Kosten für Energie zum Ausdruck. Volz verwies auf die EEG-Umlage und die Sorge um mögliche Spitzen- und Spannungsausfälle, wenn konventionelle und Atom-Kraftwerke immer mehr vom Netz genommen werden. Keppeler betonte mit Blick auf die Arbeitsplätze: „Die industrielle Basis darf durch die Energiewende nicht gefährdet werden.“ Dem hielt Altmaier seinen Grundsatz entgegen: „Der Strompreis darf nicht mehr steigen als das Wirtschaftswachstum.“ Gleichzeitig verwies er auf 200 Millionen Euro, die in diesem Jahr in die Forschung zur Lösung der Speicherproblematik von Energie geflossen seien.

Bereits in seinem Vortrag hatte der Bundesumweltminister das große, auch wirtschaftliche Potenzial der erneuerbaren Energien hervorgehoben. Er sprach sich außerdem für eine Reduzierung von Subventionen aus. Er ist überzeugt, dass zum Beispiel Photovoltaikanlagen auch ohne diese Unterstützung wirtschaftlich betrieben werden können. Auch das Thema Fracking schnitt Altmaier an: Diese Form der Energiegewinnung käme erst in Frage, wenn es Produktionsverfahren gibt, die sämtliche Risiken für Mensch und Tier ausschließen. Dafür gab es, wie für manche andere der Aussagen des CDU-Politikers, spontanen Beifall. - Von Bettina Görlitzer

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