Wahlkreis 149

Matthias Heider: „Öfter mal den Rücken strecken"

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Der gebürtige Lüdenscheider Matthias Heider erzählt im Museumscafé auch von dem alten Löscheimer seiner Urgroßeltern, der mal im Museum ausgestellt war. Für die CDU möchte der 51-Jährige den heimischen Wahlkreis erneut im Bundestag vertreten.

Lüdenscheid - Im persönlichen Gespräch berichtet CDU-Bundestagskandidat Matthias Heider von seiner Heimat Lüdenscheid, und wie er bereits mit etwa 15 Jahren in die Politik kam.

„Irgendwo hier müsste er sein, vielleicht ist er aber auch mittlerweile zerfallen.“ Dr. Matthias Heider, Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis 149 (Olpe und südlicher Märkischer Kreis), wird an diesem Vormittag im Museum der Stadt Lüdenscheid zwar nicht fündig, der alte Löscheimer seiner Urgroßeltern, aus dunklem und festen Leder, war dort aber einst ausgestellt. 

„Er gehörte damals zu ihrem Bauernhof an der alten Herscheider Landstraße“, erzählt der gebürtige Lüdenscheider, der seine Heimat schätzt, wie er sagt. „Viele Dinge hier erinnern mich an das Aufwachsen, an meine Jugend.“ 

Leidenschaftlicher Läufer

Wäre das Wetter an diesem Tag besser gewesen, hätte er wohl die Versetalsperre als Treffpunkt ausgewählt. Der 51-Jährige ist leidenschaftlicher Läufer. Zwei- bis dreimal pro Woche joggt er am liebsten um die Talsperren der Region, denn „man muss ausspannen können“, sagt er. Andere Sportarten habe er auch ausprobiert, aber „Laufen, das ist das, was man regelmäßig macht“. 

Besonders gerne schlendere er durch das Gebiet Homert und besuche die umliegenden Ortschaften. „Wir machen das gerne als Familie, kehren hier und da ein. Bis letztes Jahr war auch noch unser Hund, ein Labrador, dabei.“ Ansonsten reise er gerne dorthin, „wo es richtig warm ist – Italien, Portugal, einfach abseits des Sauerländer Sommers“, sagt der 51-Jährige und schmunzelt. Dieses Jahr war er für eine Woche mit seiner Frau an der Algarve. Kurz bevor für ihn der Wahlkampf begann – „vielleicht finden wir nach der Wahl noch mal eine Gelegenheit.“ 

Aus Sankt Augustin zurück nach Lüdenscheid

Die beiden sind seit 24 Jahren verheiratet und haben einen 20-jährigen Sohn. „Er studiert zur Zeit in Münster Jura“, erzählt Heider stolz. Denn auch er ist Rechtsanwalt. Nach seinem Abitur, das er 1985 in Lüdenscheid am Zeppelin-Gymnasium abgelegt hatte, begann er sein Studium in Bonn. „Mein zweites Examen habe ich in Koblenz gemacht.“ 1995 wurde er Rechtsanwalt und Justiziar in einem Betriebsunternehmen. 

Erst 2009 kehrte Heider mit seiner Familie aus Sankt Augustin zurück nach Lüdenscheid – wegen der Politik. Seitdem ist er Mitglied des Bundestags: „Sie suchten damals einen neuen Kandidaten für den Bundestag und fragten mich“, erinnert er sich zurück. Den Schritt habe er sich gut überlegt, immerhin betraf er seine ganze Familie: „Wir haben uns gemeinsam dafür entschieden. Das ist kein Acht-Stunden-Job.“ 

"So funktioniert Demokratie"

22 bis 23 Wochen im Jahr verbringt er in Berlin. Eine Arbeitswoche habe dort selten weniger als 50 Stunden. „Aber ich beklage mich nicht, das alles ist mein Teil der Aufgabe. So funktioniert Demokratie.“ 

Er habe sich damals (2009) einbringen wollen: „Es war wirtschaftlich eine schwere Zeit: Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit – damals drehte sich nichts mehr in der Wirtschaft.“ Seine Berufserfahrung kam ihm da zu Gute, weiß Heider. „Wenn man Unternehmen von innen und außen kennt, weiß man, was das alles für die bedeutet.“ 

"Wollte wissen, warum die Dinge passieren"

Der Drang, die Dinge verändern und verbessern zu wollen, hätte ihn schon immer an der Politik gereizt. Bereits mit etwa 15 Jahren kam er zur Jungen Union. „Für mich war schon damals entscheidend, dass für die Jugend etwas passieren muss. Ich wollte wissen, warum all die Dinge um mich herum passieren.“ Kurze Zeit später wurde Heider Mitglied der CDU. 

„Ich komme aus einem konservativ-christlichen Elternhaus und finde die Politik überzeugend.“ Heute freut er sich, dass auch sein Sohn Mitglied der Jungen Union ist und sie viele Ansichten teilen. 

Seine Chancen für eine Wiederwahl sieht Matthias Heider sehr gut: „Bei uns laufen viele Dinge richtig. Das sagen wir auch mit unserer Kampagne ,Mehr Sauerland für Deutschland‘ – öfter mal den Rücken strecken und konsequent sein. Das ist für die Politik wichtig.“

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