AfD holt in Lüdenscheid 10,5 Prozent

SPD besser als im Bund - CDU stärkste Partei

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Entsetzt über das Abschneiden der SPD war nicht nur Ortsverbandsvorsitzender Gordan Dudas (Mitte).

Lüdenscheid - Die AfD hat aus dem Stand in Lüdenscheid knapp 3700 Stimmen erhalten und somit 10,5 Prozent eingefahren. Ihr Kandidat Klaus Heger lag bei 10,25 Prozent und damit vor den Kandidaten der Grünen, der Linken und der FDP.

Kein Wunder, dass der Erfolg der Liberalen dadurch getrübt wurde. Immerhin meldete sich die FDP auch in Lüdenscheid eindrucksvoll zurück. 

Von 5,1 Prozent vor vier Jahren ging’s rauf auf 12,95 Prozent. Johannes Vogel holte 8,7 Prozent der Erststimmen. 2013 waren es noch 2,2 gewesen. Die FDP lag mit ihrem Ergebnis sogar noch über dem im Bund. 

FDP-Kreisvorsitzender Axel Hoffmann freute sich zwar über das Ergebnis, riet aber zur Gelassenheit.

SPD besser als im Bund

Die SPD verlor zwar auch mehr als fünf Prozent, blieb in Lüdenscheid aber klar über dem Ergebnis im Bund. Immerhin holten die Sozialdemokraten 27,83 Prozent, während es im Bund 20,7 Prozent sind. Doch das dürfte wirklich nur ein kleines Trostpflaster sein. 

CDU verliert, bleibt aber stärkste Kraft

Die CDU bleibt zwar stärkste Partei in Lüdenscheid, musste aber auch reichlich Federn lassen. Von 39,7 Prozent im Jahr 2013 rutschten die Christdemokraten auf 32,25 Prozent ab. Das ging natürlich an Dr. Matthias Heider auch nicht spurlos vorbei. Um knapp vier Prozent sank die Zustimmung zu seiner Politik. Der Lüdenscheider hatte auf einen sehr bürgernahen Wahlkampf gesetzt und sich immer wieder bei Vereinen und Verbänden präsentiert. 

Die Zweitstimmen-Ergebnisse aller Wahlbezirke

Geringe Zustimmung für Baradari

Die Zustimmung für Nezahat Baradari (SPD) viel aber noch erheblich geringer aus. Mit 31,64 Prozent holte sie knapp mehr als 11 100 Stimmen. Das waren erheblich weniger als bei ihrer Vorgängerin Petra Crone, die vor vier Jahren 39,5 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. Baradari setzte in ihrem Wahlkampf als Kinderärztin besonders auf das Thema Pflege und musste sich als Neuling zunächst einmal in einige Themen einfinden. Der Start war etwas holprig, was auch in ihrer eigenen Partei für Kritik sorgte. 

Grünen verlieren erheblich

Die Grünen verloren im Gegensatz zum Bundesergebnis in Lüdenscheid erheblich. Mit 4,8 Prozent lagen sie 3,2 Prozent hinter dem Zuspruch von 8,1 Prozent bei den Bundestagswahlen 2013. An das Ergebnis im Bund von 9,1 Prozent reichten sie bei weitem nicht heran. Direktkandidat Christian Hohn erhielt gerade einmal 3,52 Prozent der Stimmen. Die Partei Die Linke machte dagegen ein Prozent plus und kam auf 7,12 Prozent – ein Achtungserfolg auch für Direktkandidatin Ingeborg Mohr Simeonidis (6,49).

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