Kulturausschuss

100 000 Euro für Lüdenscheid

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"Romantic Afternoon" mit Billinger und Schulz: Produktionen des Regie-Duos werden in den nächsten drei Jahren unterstützt.

Lüdenscheid - Die gute Nachricht kam unter dem Tagesordnungspunkt 5 – „Zeitgenössische Positionen am Kulturhaus/Zukünftige Ausrichtung der Programmangebote“. Kulturhausleiterin Rebecca Egeling informierte am Donnerstagabend die Kulturpolitiker in der Kulturausschuss-Sitzung darüber, dass der von ihr an die Kulturstiftung „Tanzland“ des Bundes gestellte Antrag auf Fördergelder bewilligt wurde. 100 000 Euro fließen in den kommenden drei Jahren nach Lüdenscheid für eine Kooperation mit Billinger und Schulz, die in der vergangenen Woche im Kulturhaus „Romantic Afternoon“ zeigten.

„Tanzland“ unterstütze Spielstätten in kleineren bis mittleren Städten bei dem Balanceakt, Programm für ein sich ständig änderndes Publikum zu finden, erläuterte die Förderprogrammleiterin Sabine Reich. Man fördere die Vermittlung von Projekten und decke die Gastspielkosten ab. Lüdenscheid sei unter 13 Anmeldungen ausgewählt worden, „um auszuprobieren: Was wollen wir eigentlich?

Dabei setzt Egeling mit der Verbindung zu Billinger und Schulz auf Nachhaltigkeit und Vermittlungsarbeit. Schon rund um „Romantic Afternoon“ gab es Gespräche mit den Regisseuren in Schulen. Ähnlich stellt sich die Kulturhausleiterin auch die weitere Zusammenarbeit vor.

Geplant sind Gastspiele für 2018 und 2019, ein Projekt in Form eines „Kummerkastens“ in der Stadt, bei der die Gespräche aufgezeichnet und später als Inszenierung geboten werden, und das Stück „Violent Event“ über Gewalt. 

Einen breiten Raum nahm auch die Vorstellung des Vereins der Freunde der Stadtbücherei ein. Rolf Scholten (Freunde) stellte nicht nur den Verein, sondern auch dessen Forderungen vor. So stelle beispielsweise das Integrierte Handlungskonzept Altstadt und die daraus abgeleiteten Maßnahmen einen wichtigen Rahmen für die weitere Entwicklung der Stadtbücherei dar.

Zwar sei dem Punkt „Brandschutzmaßnahmen“ im IHK Altstadt eine hohe Priorität bescheinigt, bei den beschlossenen Maßnahmen fehle der Punkt aber. Zentrale Forderung der Freunde: Der Markt muss wieder benutzbar sein. Scholten: „Eine quantitative Auflistung der Räume in der Bücherei ist kontraproduktiv.“ Der Markt der Stadtbücherei sei einer der schönsten Räume der Stadt, das Herz der Bücherei und optimal für Veranstaltungen, die keinen starren Rahmen haben.

Martin Bärwolf (Fachbereich Planen und Bauen) machte deutlich, dass der Fördermittelgeber für das IHK Altstadt sehen wollte, dass die Notwendigkeit für einen solchen Raum besteht, weil alle umliegenden Räume ausgelastet sind: „Das konnten wir nicht nachweisen.“ Die Kosten für den Brandschutz im Markt der Bücherei liegen im sechsstelligen Bereich. Das sei eine Frage der Prioritäten: „Will man das bezahlen, fällt 'was anderes raus.“ In der nächsten Kulturausschusssitzung soll nun ein Stadtplaner über das Brandschutzkonzept und dessen Umsetzungskosten Auskunft geben. 

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