Bufdi aus Nigeria hilft in der Altenheim-Küche

Lüdenscheid - Vintus Anouruo (30) aus Nigeria ist einer der wenigen Flüchtlinge, die im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) arbeiten. Und deutschlandweit der erste, den die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste in Bonn vermittelt haben – und zwar nach Lüdenscheid ins Karl-Reeber-Seniorenzentrum am Danziger Weg.

Heimleiterin Bettina Faßmann und Bürgermeister Dieter Dzewas begrüßten den 30-jährigen Ingenieur, der das Küchenteam der Einrichtung verstärkt.

Vintus Anouruo ist vor dem Militärdienst im unsicheren Norden seines Landes geflohen und kam Anfang des Jahres über Italien nach Deutschland. Weil er eine sinnvolle Beschäftigung suchte, bot ihm der Bonner Dienst die Stelle in Lüdenscheid.

Bettina Fassmann berichtet, das Vorstellungsgespräch und der Probearbeitstag seien „sehr positiv“ verlaufen. Inzwischen sei Vintus Anouruo ein beliebtes Mitglied des Teams und fühle sich sehr wohl im Haus.

Dieter Dzewas erkundigte sich in einem Gespräch mit dem Bufdi aus Nigeria nach den Umständen seiner Flucht und seinen Zukunftsplänen. Dabei diskutierte er mit Vintus auch die Möglichkeiten einer Ausbildung nach Ablauf des Dienstes Ende Oktober 2016. Die befristete Aufenthaltserlaubnis für den Nigerianer ist gebunden an den Einsatz im Karl-Reeber-Zentrum.

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