Dieter Dzewas und Björn Weiß im Kandidaten-Check

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Rund 100 Besucher waren im Bürgerforum erschienen.

Lüdenscheid - Die italienischen Momente im Leben sind beiden Männern offenbar nicht ganz fremd: Der Bürgermeister isst am liebsten Spaghetti Bolognese, sein Herausforderer Pizza. Es waren auch solche privaten Vorlieben von Dieter Dzewas und Björn Weiß, die das junge Publikum jetzt im Bürgerforum erfuhr. Um Politik ging es an diesem Abend aber auch.

Eingeladen zu der kommunalpolitischen Info-Veranstaltung hatten der Stadtjugendring (SJR), das Jugendkulturbüro und das Jugendamt. Zielgruppe waren dabei die Bergstädter Jugendlichen. Sie sollten auf diese Weise ihr Interesse an der Kommunalpolitik stärken. Neben Dzewas und Weiß als Gesprächspartner präsent: Vertreter der Lüdenscheider Parteien. Rund 100 Besucher waren der Einladung gefolgt. Von dieser Resonanz zeigten sich die Organisatoren vom Stadtjugendring durchaus angetan –- gerade auch angesichts des warmen Wetters.

Unter der Moderation des Lüdenscheider Pädagogen Ansgar Röhrbein stellten sich Dzewas und Weiß dabei zunächst einem kleinen Fragenkatalog. Beispiele:

Frage: Was fehlt Ihnen in Lüdenscheid? Antwort Dzewas: „Mir fehlt hier nichts.“ Antwort Weiß: „Mit eigentlich auch nicht. Außer vielleicht einer Großbildleinwand für Fußballübertragungen.“

Frage: Soll McDonald’s in die City? Antwort Weiß: „Lieber nicht.“ Antwort Dzewas: „Warum nicht. Aber das entscheiden ohnehin die Investoren.“

Stichwort Jugendarbeit vor Ort. Beide Kandidaten halten sie erwartungsgemäß für wichtig. Beide indes wünschen sich dafür auch verbesserte politische Rahmenbedingungen. Die zu schaffen aber liege nicht in der Macht der Lüdenscheider Kommunalpolitik.

Dieter Dzewas und Björn Weiß stellten sich den Fragen von Ansgar Röhrbein (in der Mitte).

Ein Fazit des Politiker-Interviews: Allzu gewaltige Unterschiede zwischen den Konzepten der Bewerber konnten viele Zuhörer an diesem Abend nicht erkennen. Dass beide Kandidaten sich jeweils für den geeigneteren Bürgermeister halten, ist dennoch keine Überraschung.

Weshalb also sollte man den aktuellen Amtsinhaber wählen? Antwort Dzewas: „Weil die Stadtentwicklung in den letzten Jahren positiv war. Und weil Bürgernähe wichtig ist – wie man auch an der Arbeit der Stadtteilkonferenzen sieht.“

Und warum sollte man den Herausforderer wählen? Antwort Weiß: „Weil es in den letzten Jahren nur noch Stillstand gegeben hat. Und ein Wechsel tut der Demokratie auch gut.“

Der Befragung des Politiker-Duos schlossen sich dann Tischgespräche an. Dabei konnten die Jugendlichen die Positionen der Parteien näher ausloten. Die Meinungsbildung fand ihren Ausdruck schließlich in zwei – keinesfalls repräsentativen – Abstimmungen der Jugendlichen. Den stärksten Zuspruch bei den Probe-Urnengängen erhielt dabei die SPD, gefolgt von der CDU. Mal sehen, was der kommende Wahlsonntag so bringt. - von Sebastian Schmidt

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