„Angst ist kein guter Ratgeber“

Bürgermeister-Wahl in Lüdenscheid: Sebastian Wagemeyer (SPD) im Interview

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Sebastian Wagemeyer ist derzeit Schulleiter des Zeppelin-Gymnasiums. 2014 zog er für die SPD in den Stadtrat ein. Der frühere Frontmann der Band „root“ und leidenschaftliche Sänger ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Lüdenscheid – Der große Favorit auf das Bürgermeisteramt in Lüdenscheid ist der Kandidat der SPD, Sebastian Wagemeyer. Der Oberstudiendirektor leitet derzeit noch das Zeppelin-Gymnasium, jetzt will er ins Rathaus einziehen. Jan Schmitz sprach mit dem 43-jährigen Familienvater.

Ihre Schüler – zumindest in der Oberstufe – dürfen ja auch wählen. Was meinen Sie denn, wie viel Zustimmung Sie da erhalten? 

Das weiß ich nicht. Ich glaube aber schon, dass eine gewisse Zustimmungsrate unter den Schülern vorhanden sein wird, weil die natürlich auch erleben, in welcher Art und Weise wir beispielsweise Schülervertretung leben und sich Schüler einbringen können. Ich glaube, dass es für viele eine Dilemma-Situation ist. Das erlebe ich auch in Gesprächen mit Eltern und Kolleginnen und Kollegen, die in Lüdenscheid wohnen, die dann sagen, für Lüdenscheid wäre es toll, wenn Sie Bürgermeister werden, aber ich hätte lieber, dass Sie Schulleiter bleiben. Das bestärkt einen auf der einen Seite, weil es einem das Gefühl gibt, dass man bisher nicht ganz so viel falsch gemacht hat, auf der anderen Seite ist es natürlich ein Dilemma, das man kaum auflösen kann. Ich sag das ganz klar: Das ist jetzt kein Job, bei dem ich mit wehenden Fahnen hinausgehe und mich freue, dass ich das künftig nicht mehr mache. Es war für mich vor fünf Jahren eine Ehre, das Zeppelin-Gymnasium in meiner Heimatstadt übernehmen zu dürfen. 

Warum haben Sie sich dann trotzdem dafür entschieden, Bürgermeister zu werden? 

Weil ich eher ein positiv denkender Mensch bin und weil ich jemand bin, der immer wieder gerne eine neue Herausforderung sucht. Wenn ich mich dafür entscheide, habe ich für mich schon den Anspruch zu sagen: a) Ich will das gewinnen, sonst trete ich nicht an und b) wenn man gestalten will, und das will ich, dann braucht man dafür länger als fünf Jahre. Da muss der Anspruch sein, so eine Arbeit zu leisten, dass man das Vertrauen für eine zweite oder gegebenenfalls eine dritte Amtszeit geschenkt bekommt. 

Manche sehen in Ihnen den Kronprinz von Dieter Dzewas. Sind diese vermeintlich großen Fußstapfen ein Vor- oder ein Nachteil? 

Dass das große Fußstapfen sind, ist mir bewusst. Ich glaube insbesondere in der Art und Weise, wie es Dieter gelungen ist, eine gewisse Bodenständigkeit zu behalten und eine Bürgernähe zu haben. Da kann ich noch eine ganze Menge von ihm lernen. Auf der anderen Seite habe ich schon den Anspruch, mit mir als Person reinzugehen. Ich glaube, dass wir uns im Typ unterscheiden. Ich bin sicherlich jemand, der stärker Freude hat an Gestaltung und Kreativität.

Was haben Sie von Dieter Dzewas gelernt? Und was wollen Sie vielleicht auch anders machen? 

Er hat ein unglaubliches taktisches Geschick, wenn es darum geht, politische Hürden zu überwinden, Kompromisse zu finden. Er hat ja auch diese interfraktionelle Runde damals ins Leben gerufen, was nicht selbstverständlich war. Ich glaube, wo wir uns schon unterscheiden, ist die Art und Weise, wie wir Entscheidungen treffen. Ich denke, dass Dieter jemand ist, der Dinge sehr stark aus seiner Perspektive kontrolliert und einfordert. Ich habe eher ein dialogisches Führungsverständnis, also ein Führungsverständnis, das darauf basiert, dass man Verantwortung überträgt. Ich glaube, dass Menschen nicht aufstehen und sagen, ich möchte heute meine Arbeit schlecht machen. Sie wollen ihre Arbeit gut machen und wenn sie das Vertrauen spüren, ist das ein großer Wert. Kommunizieren auf Augenhöhe – das bin eher ich. Moderne Führungskultur sieht stärker dieses Kommunikative, Dialogische vor. Das ist aber auch etwas, was mir als Typ sehr entgegenkommt. Ich müsste mich verstellen, wenn ich Entscheidungen nur noch top-down treffen müsste. 

2014 bekam Dieter Dzewas 68 Prozent, die SPD fast 45 Prozent der Stimmen. Lassen Sie sich bei der jetzigen Wahl daran messen? 

Nein. Ich glaube schon, das 2014 zwei Faktoren eine Rolle gespielt haben. Auch damals sah der Trend in Bund und Land die SPD nicht bei 50 Prozent. Wir haben immer bei solchen Wahlen ein bisschen gegen den Trend gewirkt. Ich glaube, das hat auf der einen Seite damit zu tun, dass die Menschen in der Stadt wahrnehmen, dass die SPD aktiv und auch jederzeit ansprechbar ist, auch die Wahlkreiskandidaten über die Ortsvereine. Aber natürlich ist uns ganz bewusst, dass gerade bei dieser dritten Amtsperiode Dieter ein absolutes Zugpferd war. 

Was sind Ihre Ziele? 

Unser Anspruch ist – ganz klar – mindestens genau so viele Wahlbezirke zu gewinnen wie beim letzten Mal. Damals waren es 21. Ich halte das auch nicht für unrealistisch. Ich glaube schon, dass wir starke Wahlkreiskandidaten haben, die in den Wahlkreisen sehr präsent sind. Und mein Anspruch ist ganz klar: Ich möchte keine Stichwahl. 

Wer ist denn auf dem Weg dahin der größere Widersacher unter den Bürgermeisterkandidaten? 

Ich glaube schon, dass der größere Widersacher erst einmal der Kandidat der CDU sein wird, einfach aus der Parteienkonstellation heraus. Ich glaube, die CDU, das haben ja auch die letzten Jahre in Lüdenscheid gezeigt, hat einfach ein Potenzial an Stammwählern, die auch regelmäßig zur Wahl gehen. Auch aufgrund der momentanen Stärke der CDU im Bund ist der CDU-Kandidat sicherlich derjenige, auf den wir das Augenmerk legen.

Das SPD-Programm ist mit mehr als 50 Einzelmaßnahmen sehr umfangreich. Worauf legen Sie Ihre inhaltlichen Schwerpunkte? 

Arbeitsplätze. Wir werden uns als Kommune darum kümmern müssen, Angebote zu schaffen. Wir können keine Arbeitsplätze schaffen, aber wir können Unterstützung und Infrastrukturen bieten, um hier Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Die Berufskollegs müssen ausgebaut werden. Dasselbe gilt für Träger von Aus-, Weiter- und Fortbildung, um mehr Menschen in Weiterbildungsprogramme zu bekommen. Ich glaube, wir brauchen mit der Stadt eine Gesprächsplattform mit allen Partnern – ein Runder Tisch mit Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der zweite Bereich ist Bildung und Kultur, der Bereich, aus dem ich komme. Ich habe den Anspruch, wenn ich das länger machen darf, dass wir in Lüdenscheid der regionale Bildungsstandort Nummer eins werden. Das bedeutet: Wir müssen unsere Schulen auf den Weg bringen. Zusätzlich stellt sich die Frage: Wie kann es uns gelingen, im Kita-Bereich Gebühren abzuschaffen? Das Dritte ist Umwelt- und Klimaschutz. Die SPD und ich sind der festen Überzeugung, dass wir in Zukunft bei nahezu jeder politischen Entscheidung Umwelt- und Klimaschutz als Klammer verstehen müssen. Da denke ich immer an meinen Zweijährigen. Ist es ihm so möglich wie mir, in derselben Selbstbestimmtheit und Freiheit aufzuwachsen? Ich glaube, wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig. Da werden wir mehr machen müssen. Ich kann mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass wir einen eigenen Umweltfachbereich im Rathaus schaffen, der nicht nur eine Richtlinienkompetenz hat, sondern auch eine Verantwortlichkeit für die Umsetzung. Ich halte das für ein starkes Signal sowohl in Verwaltung als auch in Stadtgesellschaft hinein.

Sie haben sich für die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft ausgesprochen. Woher soll denn das Geld für den Ankauf von Schrottimmobilien außerhalb des Haushalts kommen? 

Stadtentwicklungsgesellschaften werden häufig außerhalb des Haushalts auch mit Partnern gegründet. So dass es nicht direkt Rückwirkung auf den Haushalt haben würde. 

Welche Partner könnten das sein?

Beispielsweise in Iserlohn war es die Sparkasse, die mit im Boot war. Ob das jetzt hier so möglich ist, das müsste man im Einzelnen prüfen. Wir haben diesen Prüfantrag ja gestellt. Die Antwort steht noch aus. Wir warten jetzt ab, welche Optionen es gibt und welche Partnerlösungen da möglich sind. Ich halte eine solche Stadtentwicklungsgesellschaft mit Blick auf die Gebäude in der Innenstadt für wesentlich. 

In Hamm hat man eine Stadtentwicklungsgesellschaft gegründet und zur Finanzausstattung die Grundsteuer um 20 Prozent erhöht. 

Das wird gewiss nicht passieren. 

Wie sieht denn die Bildungslandschaft nach fünf Jahren Wagemeyer aus? 

Nach fünf Jahren kann man in den Schulen klar erkennen, dass dort Entwicklungsschritte vollzogen worden sind. Das meine ich nicht nur mit Bezug auf die Infrastruktur. Wir haben hier eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Schulleitungen - auch miteinander vernetzt zwischen Grund- und weiterführenden Schulen. Ich hielte das dann schon für wichtig, dass Absprachen getroffen werden – einfach um allen Kindern und Jugendlichen in Lüdenscheid bestimmte Dinge in der gleichen Form zu ermöglichen. Zum Beispiel beim Lernen auf Distanz. 

Was sagen Sie Kritikern, die Ihnen mangelnde Wirtschaftskompetenz vorwerfen? 

Klar, ich komme nicht aus der Wirtschaft. Das heißt: Es ist ein Feld, in das ich mich einarbeiten muss, in das ich mich aber auch einarbeiten möchte. Wir haben da in den letzten Wochen und Monaten sehr stark den Austausch mit Arbeitgebern in vielen Firmen in der Region gesucht. Ich glaube schon, dass ich in der Lage bin, mich relativ schnell in Themengebiete einzuarbeiten, die aufgrund meines beruflichen Hintergrunds nicht zu meinen Expertenbereichen gehören. Ich bin mit 38 Jahren Schulleiter eines Gymnasiums geworden, das habe ich auch nicht geschenkt bekommen. Es wird auf der einen Seite darauf ankommen, dass ich bereit bin, Zeit und Gespräche zu investieren und dazuzulernen, auf der anderen Seite bin ich aber auch darauf angewiesen, Expertise in dem Bereich zu erhalten. Da bin ich guter Dinge, dass wir sowohl in der Verwaltung als auch in den Unternehmen hier vor Ort Expertise haben, die man dann auch einholen kann. Es geht nicht darum, ein Unternehmen zu führen, sondern als Verwaltung den Unternehmen eine gute Infrastruktur anzubieten. 

Die Kriminalitätsrate sinkt. das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger wird schlechter. Worauf führen Sie diese Diskrepanz zurück? 

Ich denke, das hat ganz viele Ursachen. Natürlich gibt es das. Ich glaube aber, dass die Art und Weise, wie Debatten zum Beispiel auf Facebook an Fahrt aufnehmen, dafür sorgt, dass ein Angstgefühl erzeugt wird. Das ist nicht mehr objektiv, sondern sehr stark subjektiv. Man kann – wie die Polizei das auch gemacht hat – mit Statistiken dagegenhalten, das wird aber natürlich nicht reichen. Ich glaube, es ist wichtig, Präsenz zu zeigen und auch zu zeigen, dass wir bestimmte Dinge hier bei uns nicht tolerieren wollen. Da fallen mir durchaus zwei, drei Stellen in der Stadt ein. Ich persönlich halte sehr wenig davon – ich will das gar nicht kritisieren, das muss jede Partei für sich überlegen – mit Angst Wahlkampf zu machen, weil ich glaube, das schafft eine Atmosphäre in der Gesellschaft, die für einen positiven Blick auf die Zukunft, Zuversicht , Mut extrem kontraproduktiv ist. Angst ist kein guter Ratgeber. 

Was bekommen die Wähler und Wählerinnen bei der SPD denn, was sie bei der CDU und den anderen Mitbewerbern nicht bekommt?

Tolles Personal – sowohl in den Wahlkreisen als auch für das Amt des Bürgermeisters. Ich glaube schon, dass wir noch einmal einen anderen Fokus auf gesellschaftlichen Zusammenhalt legen, als dass das die CDU tut. Wir haben einen anderen Blick auf Menschen und Gesellschaft. Das ist per se in der DNA der Parteien angelegt, dass da durchaus unterschiedliche Perspektiven vorhanden sind. Wir haben als SPD gerade vor Ort den Anspruch, Zukunft zu gestalten und Dinge zu verändern, hin zu einem Positiven und dabei auch die Menschen mitzunehmen.

Sie sind seit 2014 Ratsherr. Welche Entscheidung, die Sie mitgetragen haben oder mittragen mussten, bereuen Sie heute? 

Die Erhöhung der Kita-Gebühren, Grundsteuern und Gewerbesteuern. Das hat sich keiner leicht gemacht. Es wird ja häufig suggeriert, die da oben haben entschieden. Das ist im Bereich der Kommunalpolitik natürlich Blödsinn, weil wir ja genauso Bürger dieser Stadt sind wie alle anderen auch. Jetzt ist es bei meiner Frau und mir so, dass wir uns das noch erlauben können. Ich wusste aber schon damals, was das für viele andere bedeutet. Daher muss ich sagen: Diese Entscheidung ist mir extrem schwer gefallen, weil man in dem vollen Bewusstsein eine Entscheidung trifft, die notwendig ist, aber bei der man genau weiß, dass es die Menschen trifft, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, über die ich jetzt beispielsweise verfüge. 

Sie werden als Bürgermeister auch Chef von mehr als 1.100 Mitarbeitern in der Verwaltung. Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf innerhalb der Verwaltung? 

Aufgrund meiner persönlichen Vita kann ich mir sehr gut vorstellen, den Kulturbereich in den Bereich des Bürgermeisters zu holen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das eine oder andere mittelfristig wieder aus dem Verantwortungsbereich heraus muss. Was könnte das sein? Das könnte zum Beispiel die ZGW (Zentrale Gebäudewirtschaft). Das wäre ja etwas, das man durchaus im Bereich Bauen ansiedeln könnte. 

Welche Thesen von Kevin Kühnert teilen Sie und welche nicht? 

Ich glaube, wer Kevin Kühnert in Lüdenscheid erlebt hat, der hat ja niemanden erlebt, der jetzt den real existierenden Sozialismus ausgerufen hat. Ich glaube, dass all das, was Kevin Kühnert zum Bereich Wohnen gesagt hat, Punkte sind, die sich sehr speziell auf Berlin beziehen. Da teile ich nicht alle seine Ansichten. Was ich bei Kevin Kühnert durchaus teile, ist die Art und Weise, wie er Menschen in den Fokus nimmt. Ich habe mich in der Corona-Zeit viel mit den Reinigungskräften unterhalten. Ohne diese Reinigungskräfte wären Hygienemaßnahmen in unseren Schulen nicht zu stemmen gewesen. Wenn man dann sieht, unter welchen Bedingungen und in welchem Beschäftigungsverhältnis diese Reinigungskräfte arbeiten, dann finde ich schon: Können wir es uns als öffentliche Hand erlauben, einer solchen Art der Beschäftigung Tür und Tor zu öffnen? Deswegen findet sich die Rekommunalisierung der Reinigung auch in unserem Programm, weil durch Werkverträge die Menschen, die ohnehin schon schlecht bezahlt werden, während der Corona-Zeit noch weniger verdient haben. Ist das unser Anspruch, wie wir mit Menschen umgehen? Das ist etwas, wo ich mit Kevin Kühnert absolut einer Meinung bin.

Rückt die SPD in Lüdenscheid mit Ihnen nach links?

Also, ich habe die SPD in Lüdenscheid jetzt nicht als Mitte oder Mitte-Rechts wahrgenommen. In der Art und Weise, wie wir unser Programm verstehen, verstehen wir es in erster Linie als ein Lüdenscheider Programm. Ich würde das jetzt weder als links noch rechts definieren. Wir haben hier ein sozialdemokratisches Programm für Lüdenscheid, und da sind Aspekte drin, die sind eher pragmatisch, da sind aber auch Aspekte drin, wie Rekommunalisierung der Reinigungskräfte, die eher stark links gefärbt sind. Das finde ich auch überhaupt nicht verwerflich, denn ich glaube, es geht an der Stelle um Wertschätzung und Lebensleistung, und wenn das links ist, bin ich gerne links.

Ist eine Ideologisierung auf kommunaler Ebene eine Gefahr für Kommunikation, aber auch Zusammenhalt? 

Ich glaube, dass das auf kommunaler Ebene wenig hilfreich ist. Dass man immer mal zuspitzen muss und auch deutlich machen muss, dass es da durchaus ideologische Unterschiede zwischen den Parteien gibt, ist geboten. Das gehört dazu, damit Menschen auch Angebote unterscheiden können. Ich habe den Lüd-o-maten vor diesem Hintergrund auch noch einmal durchgespielt. 

Und kam bei Ihnen die SPD raus? 

Ja klar, weil ich natürlich auch die Antworten kannte. Wenn man eine 100-prozentige Zustimmung zur SPD hatte, hatte man im Umkehrschluss eine Zustimmung zur CDU, die lag bei 40 Prozent. Das fand ich gut, weil es ein klares Angebot und eine klare Abgrenzung schafft. 

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Fröhling hat Ihnen unterstellt, Sie wären eine Marionette des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden. Wie fühlt man sich denn so als Marionette von Fabian Ferber?

(Lacht) Ich bin mit 38 Jahren Schulleiter eines Gymnasiums in NRW geworden, und das bin ich ganz sicher nicht geworden, weil ich die Marionette von irgendjemandem war. Das ist absurd. Letztlich zeigt mir das noch einmal, wie groß die Nervosität auf der anderen Seite ist. Wenn man auf diese Art und Weise und auf diesem Niveau austeilt, nehm ich das zur Kenntnis. Meine Art von Wahlkampf ist das nicht. Ich bin da weder Lautsprecher noch jemand, der auf den politischen Mitbewerber eindrischt. Ich halte das auch eher für kontraproduktiv, weil so etwas Politikverdrossenheit fördert und nicht dagegenwirkt. Ich hab das mal gelassen zur Kenntnis genommen, weil jeder, der zwei und zwei zusammenzählen kann und erlebt hat, was ich in allen den Jahren in Lüdenscheid gemacht habe, sehr schnell feststellen wird, dass ich ganz gut ohne Fäden an meinem Körper auskomme.

Interview mit dem Kandidaten der CDU: Christoph Weiland.

Interview mit dem Kandidaten der FDP: Jens Holzrichter.

Alle Informationen zur Kommunalwahl in Lüdenscheid 2020 haben wir hier zusammengefasst

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