BM-Stichwahl in Lüdenscheid 

Bürgermeister-Wahl: Grüne geben Empfehlung für Wagemeyer

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Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich für Sebastian Wagemeyer als kommenden Bürgermeister aus. 

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ruft alle Lüdenscheider auf, zur Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag zu gehen. Zur Wahl stehen Sebastian Wagemeyer (SPD) und Christoph Weiland (CDU).

Lüdenscheid - Die Grünen-Fraktion hat sich nach internen Beratungen inzwischen festgelegt und gibt ihren Anhängern eine Wahlempfehlung an die Hand – und zwar für Sebastian Wagemeyer. 

Mehrheitliche Entscheidung zugunsten Sebastian Wagemeyers

„Sebastian Wagemeyer hat auf uns den besseren Eindruck gemacht. Wir sprechen uns für ihn als neuen Bürgermeister von Lüdenscheid aus. Er kommt aus dem öffentlichen Dienst und weiß, wie Verwaltung funktioniert“, sagt Andreas Stach, Mitglied der Fraktion. Die Entscheidung fiel mehrheitlich, aber nicht einstimmig.

Stach betonte, dass man in den vergangenen mehr als zehn Jahren in der Ampel-Kooperation gut und vertrauensvoll mit der SPD zusammengearbeitet habe. Inhaltlich sieht er auch für die nächste Legislaturperiode viele Gemeinsamkeiten – insbesondere bei grünen Kernthemen. „Wenn wir die Wahlprogramme übereinander legen, gibt es in der Umweltpolitik größere Übereinstimmungen mit der SPD als mit der CDU“, sagt Stach. 

Fingerzeig für anstehende Koalitionsverhandlungen

Und an der Umweltpolitik und insbesondere an der Umsetzung des Lüdenscheider Klimapakets wolle man sich messen lassen. Die Lüdenscheider Grünen fuhren bei der Kommunalwahl am 13. September mit 11 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis ein, sind mit fünf Sitzen drittstärkste Fraktion im Rat. Dennoch reicht es auch diesmal für Rot-Grün nicht allein zur Mehrheit. 

Das Vorab-Votum für Wagemeyer ist daher auch ein Fingerzeig für die anstehenden Koalitionsverhandlungen und vorerst eine Absage an ein mögliches Jamaika-Bündnis. Andreas Stach will das Ergebnis am kommenden Sonntag aber noch abwarten: „Nach der Stichwahl schauen wir, was geht und was nicht geht.“

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