Bürgermeister Dzewas eröffnet Ausstellung „Asyl ist Menschrecht“

Rund 50 Interessierte verfolgten am Freitagnachmittag die Eröffnung der Ausstellung in den Museender Stadt. Sie dauert bis Ende Januar nächsten Jahres. - Fotos: Messy

Lüdenscheid - Die Ausstellung „Asyl ist Menschrecht“ in den städtischen Museen am Sauerfeld ist am Freitagnachmittag von Bürgermeister Dieter Dzewas eröffnet worden.

Solange es nicht zu einer besseren weltweiten Verteilung der Ressourcen komme, solange nicht weltweit Gewaltverzicht ausgeübt werde und solange daher Menschen keine wirtschaftliche Existenz für sich und ihre Familien sehen, sei die Fluchtbewegung nicht zu verhindern, betonte er. Angesichts des 25-jährigen Jubiläums der deutschen Einheit fügte Dzewas hinzu: „Mit gutem Gewissen sind neue Mauern und Stacheldraht nicht zu akzeptieren.“ Er lobte das Engagement vieler Lüdenscheider, die den Flüchtlingen helfen. „Ich hoffe, die Ausstellung trägt dazu bei, dies zu stabilisieren.“ Sein Dank galt auch dem Verein „Wir hier“ für dessen Einsatz.

Die 2. Vorsitzende Ulrike Tütemann erinnerte an die Genfer Menschenrechtskonvention. „Die europäische Realität steht ihr entgegen.“ Um so wichtiger sei es, an das Menschrecht Asyl zu erinnern und es immer wieder einzufordern.

Die musikalische Begleitung der Ausstellungseröffnung übernahm Potlako Mokgadi. Dr. Mahmoud Mustafa und Jens Ingenerf fungierten als Dolmetscher, denn auch einige Flüchtlinge aus der Notunterkunft am Dickenberg waren mit einem Fahrdienst ins Museum gebracht worden.

Die Informationsveranstaltung mit aussagekräftigen Tafeln zu Flucht, Flüchtlingen und Asyl ist initiiert von „Pro Asyl“ und wird unterstützt von IG Metall und DGB, Brot für die Welt, der Diakonie Hessen, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus.

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