Gemeinde bietet Flüchtlingen Hilfe an

Bürgerinformation in Gemeindehaus der Kreuzkirche.

Lüdenscheid - „Was wird am dringendsten benötigt? Wie kann man konkret helfen?“ Auf diese Kernfragen reduzierte sich am Mittwochabend eine kurzfristig anberaumte Bürgerinformation für die Nachbarn der Albert-Schweitzer-Hauptschule.

Eingeladen ins Gemeindezentrum der Kreuzkirche hatte die Stadt, die die leer stehende Schule für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen benötigt, die nach einem medizinischen Check an der Kaiserallee am Folgetag Quartier in der Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg beziehen.

Warum dieses Verfahren unumgänglich ist, erläuterten Jens Oliver Brandscheid, Bereitschaftsführer der Einsatzeinheit Südwestfalen der Johanniter, die auch in der Schweitzer-Schule die Organisation übernimmt. Auch Bürgermeister Dieter Dzewas stand den rund 70 Besuchern Rede und Antwort – soweit ihm das möglich war. Denn bundes- und europaweit seien die Verwaltungen „völlig überrascht von der Dimension“ des Zulaufs. Somit sei unklar, wie lange die Grundschule am Dickenberg noch benötigt werde und auch, ob es beim Status der Schweitzer-Schule als einmalige Übernachtungsmöglichkeit bleiben werde.

Wiederholt dankte der Bürgermeister den Johannitern für ihre Arbeit, die von städtischer Seite in dieser Form überhaupt nicht geleistet werden könnte. Mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften, zeitlich hoch flexibel und professionell stellten sie sich der Aufgabe, den Menschen eine würdige Unterkunft und Betreuung zu bieten.

Einzelschicksale riss Branscheid an. Es seien Menschen unter den Flüchtlingen, die ein halbes Jahr gewandert seien, in der Regel nachts, und sich tagsüber hätten verstecken müssen.

Für die Mitglieder der Kreuzkirchengemeinde war aber ohnehin klar, dass sie auf ihre neuen Nachbarn reagieren werden – wie das der Fall sein wird, regelt die Gemeinde zurzeit.

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