In Schleife auf Leinwand

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Marit Schulte, Lichtrouten-Kurator Tom Groll und André Westermann freuen sich auf viele spannende Arbeiten für das Projekt.

LÜDENSCHEID - „Zukunft der Stadt – Paint your City“ heißt die Aktion – und die Beteiligung der Lüdenscheider ist ausdrücklich erwünscht: An der Fachhochschule soll die Stirnwand zu den Lichtrouten (27. September bis 6. Oktober) damit illuminiert werden, was Menschen mit ihrer Stadt verbindet. Ganz gleich, ob der Blick aus dem Autofenster, der benachbarte Bolzplatz oder ein Gebäude, Bild für Bild soll in den Nächten über die Fassade fließen.

„Am Anfang standen die Fragen: Wo ist die Plattform, und wo ist die Idee? Aber nun sind wir den Kuratoren sehr dankbar, die uns das Einbinden der Denkfabrik in die Lichtrouten möglich gemacht haben“, so André Westermann von der Projektleitung Denkfabrik, Initiator der Aktion. Die Idee: An der Fassade entsteht eine großformatige Leinwand, auf die ähnlich einer Dauerschleife „Stadtansichten“ projiziert werden. „Wir haben das Thema bewusst weit offen gelassen“, so Lichtrouten-Kurator Tom Groll, „wir wollen uneingeschränkte Kreativität, das persönliche Gefühl, die Antwort auf die Frage: Was siehst Du, wenn Du Deine Stadt siehst.“

Um ein möglichst breites Spektrum der Ansichten bieten zu können, sind alle Lichtroutengänger aufgerufen, ihre Sicht der Dinge einzureichen – als JPG-Bild, als Zeichnung oder auch als Filmstreifen. Besonders erwünscht sind auch Ansichten anderer Städte, da sich die Denkfabrik als städteübergreifend versteht. Während der Lichtrouten werden die eingereichten Arbeiten an die Fassade „geworfen“ und ergeben so ein stimmiges Bild. Ab sofort ist möglich, entsprechende Beiträge einzureichen. „Wir werden ein bisschen selektieren müssen, um Missbrauch zu verhindern und ein einheitliches 4:3-Format einzuhalten“, so Groll, der bis zum Start der Lichtrouten einen Grundstock an Bildern erwartet. Die heimischen Schulen sind bereits involviert, bietet sich die Aktion doch für ein Kunstprojekt förmlich an.

Für die Kuratoren des Festivals ist dies das erste Mal, dass sich Bürger an einer Installation beteiligen. Noch während der Lichtrouten können weitere Arbeiten abgegeben werden. Mit einem Tag Vorlauf werden sie in die abendliche Schleife integriert. Da für die verschiedene Arbeiten Codenummern ausgegeben werden, können sich die Besucher am Abend ihr eigenes Bild gezielt anwählen lassen. Die Techniker stehen auf dem hinteren Parkplatz. „So machen wir möglich, dass auch auswärtige Besucher ihr eigenes Bild sehen, denn Arbeiten von Menschen außerhalb Lüdenscheids sind genauso erwünscht“, so Westermann weiter.

Zeichnungen werden abfotografiert und in eine digitale Form gebracht. Die einmal abgegebenen Arbeiten können wieder abgeholt, nicht aber anschließend zugeschickt werden. Als Fotoformate eignet sich jpg oder tiff, idealerweise 15 mal 13 Zentimeter, als Filmformate (maximal zwei Minuten Länge) mpg, avi, dvix, h.264 oder wmv. Gedacht ist eine Arbeit pro Person, die geschickt werden kann an das Büro der Lüdenscheider Stadtmarketinggesellschaft (LSM) an der Mathildenstraße 20 oder digital an denkfabrik@lichtrouten.de. Wer noch Fragen hat, kann sich unter der Rufnummer Tel. 0 23 51/17 16 16 an Marit Schulte wenden. - rudi

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