Signal gegen Hass und Rassismus

Sprach zum Publikum: Mustafa Yaman von der DMAR.

Lüdenscheid - Es war ein durchaus lautstarkes Plädoyer für Weltoffenheit: Auf dem Lüdenscheider Sternplatz ging gestern Mittag eine Kundgebung gegen Rassismus und Diskriminierung über die Bühne. Gut 200 Bürger hatten sich dazu in der City versammelt. Aufgerufen zu der Demonstration hatte die DMAR.

Von Sebastian Schmidt

Hinter dem englischen Kürzel verbirgt sich dabei die Demokratische Bewegung gegen Rassismus. DMAR-Vorsitzender Mustafa Yaman war gestern auch einer der Redner. Verschiedene Parteien und Gruppen aus Lüdenscheid und Umgebung unterstützten die Kundgebung und stellten ebenfalls Redner. Derweil zeigte das Publikum mit Schildern und Transparenten eindeutig Flagge gegen Rassismus. Erstmals öffentlich aktiv geworden vor Ort war die DMAR Anfang des Jahres bei einer Demonstration gegen die Pegida-Aufmärsche in Deutschland. Und gegen das Treiben von Pegida richtete sich auch die gestrige Kundgebung.

Aber nicht nur dagegen. Die Demonstranten verurteilten bei ihrem Auftritt in der City auch die Brandanschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte in jüngerer Vergangenheit, Übergriffe gegen Fremde und alltägliche Diskriminierung. Mustafa Yaman forderte in seiner Rede „eine Gesellschaft ohne Rassismus, Gewalt und Hass“. Damit traft er sichtlich den Nerv der Zuhörer. Der Beifall bewies es.

Auch andere Redner traten im Laufe der rund zweistündigen Veranstaltung ans Mikrofon. So etwa Historiker Matthias Wagner als Vertreter der Grünen und des Eine-Welt-Netzes sowie SPD-Frau Evangelia Kasdanastassi. Auch Michael Thomas-Lienkämper von der Lüdenscheider Linkspartei hatte sich angekündigt. Sie alle drückten ihre Abscheu gegenüber Fremdenfeindlichkeit aus und forderten eine „offene und tolerante Gesellschaft in Deutschland“.

Flankiert wurde die spürbar solidarische Stimmung gestern durch Musik und eine Beköstigung der Demo-Teilnehmer.

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