Bühnenmäuse spenden 35.050,50 Euro für den CVJM-Weltdienst

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Frank Gerhardt lieferte einmal mehr einen meisterlichen Rückblick auf die Saison ab.

LÜDENSCHEID - Ein paar Zahlen vorweg: 2500 Schnittchen, 25 Pfund Schwarzbrot, 52 Dosen Lachs, 100 Eier, 108 Faschen Sekt, was genau 720 ausgeschenkten Gläsern entspricht. Unter anderem daraus ergab sich der Reinerlös von 6700 Euro. Die Summe spendete die „Bütterchenfraktion“, wie CVJM-Bühnenmäusechef Reinhard Meyer sie nannte, am Montagabend für Sierra Leone. - Von Jutta Rudewig

„Und es ist nicht der reine Verkauf, sondern die Art und Weise, wie ihr das verkauft“, lobte Meyer im Saal an der Mathildenstraße das Thekenteam. Einmal mehr waren dort zum Abschluss der Saison die Bühnenmäuse zusammengekommen, um zu erfahren, wie viel Geld in diesem Jahr gespendet werden kann. Und ein Raunen ging durch den Saal, als Annette Meyer die Summe verkündete. Den symbolischen Scheck in Höhe von 35 050,50 Euro konnte Christoph Weiland für den CVJM-Weltdienst entgegennehmen. Eine Summe, die noch deutlich über der des letzten Jahres liegt – „das war nicht unser Ansinnen, es ist halt passiert“, so Meyer mit einem Augenzwinkern.

Zuvor hatte der Bühnenmäuse-Leiter den Abend mit einem Blick auf das eröffnet, was den Verein antreibt: „Viele Menschen wollen heutzutage gar nicht mehr helfen. Man muss Zeit opfern, neue Wege gehen und sich auch Meinungsverschiedenheiten stellen. Die Bereitschaft dazu ist hier bei uns gewesen. Der Saisonrückblick heißt auch Stress und Ärger, aber es kommt am Ende auch ganz viel zu uns zurück.“

Christoph Weiland überbrachte Grüße aus Sierra Leone, bevor Frank Gerhardt das Wort ergriff und gewohnt launig auf die abgelaufene Spielzeit zurückblickte: „Der Höhepunkt war eigentlich schon vor der Premiere erreicht, nämlich dass alle Vorstellungen nahezu ausverkauft waren.“ Klaus Klage, der sich selbst als „Gebrauchsphilosoph“ betitelt, stand mit seinen Sprüchen und Zitaten Pate, als Gerhardt seinen Rückblick offerierte. Regina Duisenberg beispielsweise habe als Neueinsteigerin eine enorme Kilometerleistung auf der Bühne hingelegt. Martin Reininghaus dagegen beglückte Truppe und Zuschauer mit so mancher Neuschöpfung im Textbereich. Steffi Pantack sei von der Landpomeranze zum heißen Feger geworden, vor der Textmenge eines Christoph Weilands gehöre der Hut gezogen, und der Ideenreichtum von Robert Zapp sei nahezu unerschöpflich. Besondere Ehre wurde Andreas Schmale zuteil. Er bekam den „Oscar der Saison“ in Form einer kleinen Trophäe: „Während andere schon die Klinke der Tür zur Bühne in der Hand hatten, hast du noch in Seelenruhe vom Pausenbütterchen abgebissen. Das war ganz großes Kino.“ Gerhardt vergaß in seinem Rückblick auch und vor allem den Dank an die Technik und Maske nicht: „Die mussten zum Teil vier Stunden vorher hier sein, das waren lange Abende.“

Die Bühnenmäuse feiern in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag, Gefeiert wird am 23. November im Kulturhaus – die Veranstaltung ist ausverkauft. Einstudiert wird für die kommende Saison das Stück „Tratsch im Treppenhaus“. Die Veranstaltungstermine stehen rechtzeitig in den LN.

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