Die Bühnenmäuse gehen neue Wege

Lüdenscheid - Die „Bühnenmäuse“ locken in ihren Bau. Für Theaterinteressierte bot das Ensemble des CVJM im Jugendheim in der Mathildenstraße einen Workshop an. Dort ließ man’s zum Auftakt gemütlich angehen. Die Teilnehmer des Workshops konnten sich in den Bereichen Maske und Frisuren, Kostüme, Bühnenbau-, -technik und -malerei sowie Schauspiel aus erster Hand informieren lassen.

Nicht nur die reine Schauspielerei, sonden auch Bereiche wie Maske, Kostümbau oder Technik wurden gezeigt.

Erst einmal gab es für alle Teilnehmer ein gemeinsames Frühstück. Nach Stärkung, Vorstellung und gemeinsamem Beschnuppern ging es nach allgemeinen Hinweisen für die Teilnehmer in die Bereiche ihres jeweiligen Interesses. Maske und Kostüme waren dabei schnell fest in Frauenhand, in den Katakomben des Freizeitheims an der Mathildenstraße herrschte geschäftiges Treiben. Während die einen erfuhren, wie rollen- und theatergerecht angepasst an die Lichtregie ein Gesicht zu schminken, die „Maske“ zu verändern ist, ging es im Nebenraum um Tipps und Tricks im Kostümbereich, zeit- und typgerechte Bekleidung.

Was auf der einen Seite Spiegel und Grundmaterial für die Maske sind, das sind auf der anderen Seite Quellen und praktische Beispiele. Zeitschriften und Literatur auf Tischen, Kostüme des aktuellen Stückes „Tratsch im Treppenhaus“ auf eine Stellwand gehängt. Fachsimpeleien bei den „Technikern“, anschauliche Präsentation mit dem Beamer. Eine erkleckliche Zahl von Workshopteilnehmern hatte sich als Schwerpunkt des eigenen Interesses das Schauspiel gewählt. Da plauderten Ensemblemitglieder und Regisseurin Petra Schaller aus dem Nähkästchen. Reden macht noch keinen Hunger auf Bühne, also durften die Workshopteilnehmer auch sich selbst erproben. Später gab es dann auch Text und Rolle. Gelesen wurde eine Szene aus „Tratsch im Treppenhaus“. Erst einmal damit vertraut werden, Blickkontakt und ein wenig Geste mit einbauen, und dann ab auf die Bühne.

In der Originalkulisse von „Tratsch im Treppenhaus“ erlebte dann jeder Teilnehmer sich selbst auf der Bühne. Spannend allemal, und zudem gab’s von den Bühnenmäusen Riesenapplaus. Jeder der Akteure des Ensembles weiß schließlich noch, wie es ist, zum ersten Mal auf der Bühne einen Satz vor Publikum zu sagen. Die gleiche Szene spielten anschließend noch einmal die Bühnenmäuse.

Einige werden sich wohl für den Gang zu den Bühnenmäusen entscheiden. Dies deutete sich an. Petra Schaller erinnerte daran, dass „jeder hier seinen Teil dazu beiträgt, dass wir spielen können“. Jeder Neuling werde in der „unheimlich schönen Gruppe, die wie eine „kleine Familie“ sei, herzlich aufgenommen. Natürlich bedeute ein Mitwirken bei den Bühnenmäusen allein für die Darsteller im Schnitt 30 Aufführungen und etwa 26 Probentermine. Für viele im Hintergrund sehe es zeitlich ähnlich aus. Herzlichkeit des Publikums und ein theaterverrücktes Ensemble jedoch jede Mühe auf - usc

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