Rundumschlag mit Sebastian Schnoy

+
Sebastain Schnoy trat Samstagabend im Wettstreit um die "Lüsterklemme" an.

Lüdenscheid - Der Rundumschlag war ausverkauft  - ein selten gewordenes Schild, das am Samstagabend an der Kulturhauskasse hing. Sebastian Schnoy war zu Gast als zweiter Comedian, der im Rahmen des Kleinkunstfestivals "Lüdenscheider Lüsterklemme" seine Visitenkarte abgab. Sein Thema: "Dummikratie - oder warum Deppen Idioten wählen".

Kulturhausleiterin Rebecca Egeling kündigte den Hamburger als einen Kabarettisten an, der Politik mit Geschichte verknüpft. Mit der Bergbahn sei er angereist, verkündete Schnoy, für einen Hamburger sei eine Stadt wie Lüdenscheid auf vierhundert Metern Höhe schon beeindruckend. 

Anschließend kam er im Parforceritt von Hölzchen auf Stöckchen auf den G 20-Gipfel auf Trump auf die SPD, die sich nach neuesten Umfragen bereits im Minusbereich bewege, und auf den Brexit. "Flüchtlinge" sei bereits ein diskriminierendes Wort - es hieße heute Flüchtende - aber man müsse bedenken, dass Bayern 1953 drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen habe.

Schnoy vermischte Tagespolitik mit dem Blick in die Vergangenheit, allerdings ohne mahnenden Zeigefinger, dafür zum Teil mit humoristischen Tiefschlägen, die lachen ließen. Beispiel gefällig: "Auf Kreuzfahrten liegen ja schließlich Entspannung und Verwesung dicht nebeneinander." Mit seinem Programm empfahl er sich wärmstens für die Lüdenscheider Lüsterklemme.

Simon Pearce spielt am Mittwochabend "Allein unter Schwarzen".

Dritter im Bunde ist am kommenden Mittwoch ab 19.30 Uhr Simon Pearce mit seinem Programm "Allein unter Schwarzen". Wer dabei sein will, sollte kommen, bevor das "Ausverkauft"-Schild wieder ausgehängt wird.


Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare