BSV: Endspurt für erste Königin „aus eigener Kraft“

Für BSV-Königin Brigitte I. Brüßler und ihren Prinzgemahl Hans-Joachim neigt sich ihr Regentschaftsjahr dem Ende zu.

LÜDENSCHEID ▪ „100 Jahre Männerherrschaft sind genug!“ – Mit dieser Überzeugung im Herzen und der Waffe im Anschlag kämpften drei BSV-Schützinnen vor einem Jahr nicht nur den Vogel Stück für Stück nieder, sondern auch überholte Traditionen.

Als Brigitte Brüßler schließlich „Königin aus eigener Kraft“ wurde, begann für sie ein Jahr, das, so sagt sie jetzt gegen Ende ihrer Regentschaft, genau so wurde wie sie es erwartet hatte: „Es war wunderschön.“ Auch mit einem anderen Vorurteil hat die zierliche Lüdenscheiderin in den letzten Monaten aufgeräumt: Frauen könnten die schwere Königskette gar nicht tragen, deshalb bliebe ihnen nur der Platz an der Seite des Königs. „Ich bin mit der Kette bei jedem anderen Verein mitmarschiert“, sagt sie. Fürs Abendkleid gab’s die leichtere Variante, aber auch die schwere Kette habe sich gut über die Schultern legen lassen, so dass sich das Gewicht verteilte – kein Problem.

Mit viel Liebe zum Detail und tatkräftiger Unterstützung durch eingespielte Hofstaatpaare sei das Jahr anstrengend, aber unvergesslich geworden. Jetzt, findet die Königin, sei’s aber auch genug mit Amt und Würden: „Jetzt sollen die jungen Leute auch mal das Jahr genießen.“

Nachdem die BSV-Damen im Jubiläumsjahr 2010 den Wettbewerb kurzentschlossen unter sich ausgetragen hatten, gilt es nun wieder, eine Lanze für die Gleichberechtigung der Männer zu brechen. Das findet zumindest Hans-Joachim Brüßler. „Als ich König wurde, war meine Frau automatisch Königin. Aber ich bin nur Prinzgemahl“, nagt’s an ihm, auch wenn ihm damit „kein Zacken aus der Krone“ bricht. Andererseits könnte der Ex-König doch noch einmal – nach 1993 – auf die Würde anlegen. Dann dürfte er sich sogar BSV-Kaiser nennen . . . 

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