Brutale Schläge gegen den Stiefvater

LÜDENSCHEID ▪ Ein – laut Anklage – äußerst rabiater Lüdenscheider wird sich ab Montag vor dem Landgericht Hagen wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Dem 33-jährigen Heiko K. wird vorgeworfen, am 19. September 2009 in Lüdenscheid einem Mann in dessen Wohnung grundlos eine leere Bierflasche auf den Kopf geschlagen zu haben. Sodann soll er den Mann mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn gegen den Oberkörper getreten haben. Zuletzt soll er sein Opfer ein Küchenmesser vor das Gesicht gehalten haben, bis dieses fluchtartig die Wohnung verlassen konnte.

Doch damit nicht genug. Am 13. Juli 2010 soll Heiko K. im erheblich alkoholisierten Zustand die Wohnung seiner Mutter und seines Stiefvaters in Lüdenscheid aufgesucht haben. Ihm wird vorgeworfen, unmittelbar nach dem Öffnen der Tür mehrfach mit dem Ellenbogen auf seinen Stiefvater eingeschlagen zu haben, unter anderem ins Gesicht. Nach der Anklageschrift soll der 33-Jährige sein Opfer am Genick gepackt, weiter geschlagen und in die Küche und das Wohnzimmer gezogen haben. Im Wohnzimmer habe der Angeklagte einen Tisch umgestoßen, welcher auf den Fuß des Stiefvaters gefallen sei, wonach dieser sich zwei Zehen des Fußes gebrochen haben soll. Aus dem Tisch soll der Angeklagte dann ein Brett herausgebrochen und dieses mindestens zehnmal auf den Kopf seines Stiefvaters geschlagen haben. „Im Rahmen einer Abwehrreaktion“ habe sich das Opfer einen Bruch der linken Elle zugezogen.

In der Folgezeit soll Heiko K. sein Opfer mit einem Messer bedroht und diesem leichtere Schnittverletzungen zugefügt haben. Außerdem soll er einen kleinen Finger seines Opfers in eine Geflügelschere gelegt und gedroht haben, den Finger abzuschneiden.

Die Mutter, welche zum Ansehen der Misshandlungen gezwungen worden sein soll, sei aus Angst drei Meter tief aus dem Schlafzimmerfenster gesprungen. Zuletzt soll der Stiefvater laut Anklageschrift zum Aufräumen der Wohnung gezwungen worden sein.

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