Brüninghauser Schule steht zum Verkauf

Baujahr 1890, aber noch gut in Schuss: Die Stadt Lüdenscheid möchte das seit knapp einem Jahr leer stehende Brüninghauser Schulgebäude verkaufen.

LÜDENSCHEID ▪ Seit einem Jahr ist das fröhliche Kinderlachen in den Pausen auf dem Gelände an der Brüninghauser Schule verstummt. Noch zeugen einige Malereien auf dem Schulhof und Bastelarbeiten, die an den Fenstern kleben davon, dass hier einmal Mädchen und Jungen ihre ersten Schuljahre verbrachten. Das ist Geschichte. Bekanntlich war die Schule im vergangenen Jahr mangels Anmeldungen neuer i-Dötze geschlossen worden und zur Verbundschule Kalve/Brüninghausen verschmolzen.

Ein Grundstück von 1782 Quadratmetern und ein Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 500 Quadratmetern stehen nun zum Verkauf. Die Stadt Lüdenscheid sucht Interessenten. „Es wäre sicherlich auch eine Aufwertung des Ortes, wenn sich ein Investor fände, der dort Wohnungen einrichtet“, sagt Heinrich Gentrup vom Amt für Wirtschaftsförderung, Projektsteuerung und Liegenschaften. Der Komplex hat zwar schon weit mehr als 100 Jahre auf dem Buckel – Baujahr ist 1890 – doch nach Angaben Gentrups ist die Substanz noch gut intakt. Unter Denkmalschutz stehe das Gebäude nicht, so dass ein möglicher Interessent seiner Phantasie freien Lauf lassen könne. „Eine neue Nutzung bietet mehr Zukunft“, betont Gentrup. Es wäre doch schade, wenn in dem ländlichen Wohnumfeld ein solches Gebäude zu lange leer stehe und nach und nach vergammele.

Auf der anderen Seite des Hollmecker Wegs war auch einmal Schulgelände. Zwei Pavillons stehen dort, doch dieser Bereich plus Grundstück seien bereits verkauft, erklärte Peter Dilks, ebenfalls vom Liegenschaftsamt.

Für die ehemalige Schule hofft die Stadt, auch möglichst schnell einen Interessenten zu finden. Die Freifläche – sprich: Schulhof – könnte auch mit in die Planungen einbezogen werden, so dass an dem Standort auch eine Erweiterung in Betracht komme.

Zu preislichen Vorstellungen wollte sich Heinrich Gentrup verständlicherweise nicht äußern: „Das ist natürlich Verhandlungssache.“

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