Brüninghauser Kraftfahrer verärgert über Radarkontrollen

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Die „Achtung Kinder“-Schilder auf der Platehofstraße – hier an der Bushaltestelle Brüninghauser Schulweg – werden nach der Schließung der Grundschule Brüninghausen abmontiert. Ob auch die Tempo-30-Begrenzung aufgehoben wird, prüft die Stadt zurzeit.

LÜDENSCHEID - Ärger über Radarkontrollen auf „Schulweg-Tempo-30-Strecke“ in Brüninghausen. Während Kraftfahrer der Stadt nach Schließung der Grundschule „Abzocke“ vorwerfen, kontert die Abteilung Verkehrsüberwachung: Der Radarwagen sei nur wegen Eltern-Beschwerden von Kindergartenkindern eingesetzt worden.

Schwer verärgert zeigen sich Brüninghauser Kraftfahrer über Radarkontrollen in der Tempo-30-Zone auf der Platehofstraße: Obwohl die Grundschule bereits seit Sommer letzten Jahres geschlossen sei, prangten immer noch die „Achtung Kinder“-Zusatzschilder über den „30“-Schildern. Längst sei dort doch gar kein Schulweg mehr, die Zeichen also überflüssig – und dann müsse man auch noch Radarkontrollen hinnehmen, das sei doch reine „Abzocke“.

Radarwagen-Einsatz nach Beschwerden von Eltern

Im Rathaus stellte Helmut Gerlich auf Anfrage der LN allerdings klar, dass es sich bei den Einsätzen des Radarwagens keineswegs um Routinekontrollen in Zusammenhang mit der Schulwegbeschilderung handele. „Wir haben Kontrollen durchgeführt, weil es mehrere Beschwerden von Eltern gegeben hat, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen“, erklärte der Sachgebietsleiter für Verkehrsüberwachung. Solche Hinweise nehme die Stadtverwaltung sehr ernst und kontrolliere dann. Stelle sich vor Ort heraus, dass es keine häufigen Verstöße gebe, gebe es auch keine häufigen Kontrollen. In Brüninghausen seien nicht sehr viele Temposünder festgestellt worden.

Schilder "Achtung Kinder " kommen weg

Die Schilder „Achtung Kinder“ sollen abmontiert werden, meinte Mattias Bartmann, Abteilungsleiter Bauleitplanung und Städtebau, auf Anfrage der LN. Ein entsprechendes Anhörungsverfahren mit Vertretern der Polizei sei im vergangenen Herbst durchgeführt worden. Die Anordnung zur Demontage sei kurz vor Weiihnachten an den Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) rausgegangen. Doch der starke Winter und die dadurch bedingten Einsätze hätten dann wohl zu Verzögerungen geführt.

Noch nicht klar sei, ob die Tempo-30-Schilder ebenfalls demontiert werden. Zurzeit prüften die Verkehrsplaner der Stadt, ob eine Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung möglich sei oder ob sie besser bestehen bleiben solle. Denn auf der gut einen Kilometer langen Tempo-30-Strecke reiche die Wohnbebauung teilweise sehr nah an die Fahrbahn. Sollte die Vorprüfung ergeben, dass die Tempobegrenzung aufgehoben werden könne, werde ein zweites Anhörungsverfahren eingeleitet mit dem Ziel, die Schilder zu beseitigen. Bis dahin allerdings müssten sich die Kraftfahrer an Tempo 30 halten, erklärte Bartmann. - wok

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