Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmer

Brügger Gleis ab 2. November voll gesperrt

Sämtliche Gleise auf 4,2 Kilometern, dazu 800 Schwellen und 1200 Tonnen Schotter werden ab Dienstag ausgetauscht. Am Montag beginnt die Maßnahme mit Besprechungen vor Ort.

BRÜGGE ▪ Im Zuge der Gleiserneuerung für die 4,2 Kilometer lange Strecke Brügge-Lüdenscheid werden am Dienstag zehn Sattelzüge mit 800 Bahnschwellen am Bahnhof Brügge anrollen. 1200 Tonnen Schotter und die neuen Gleise sind im Zuge der Arbeiten ebenfalls anzuliefern.

In der heißen Phase der Kompletterneuerung wird die Strecke dann vom 2. bis 9. November voll gesperrt. Dann wird auch nachts gearbeitet, und statt der Züge der Regionalbahn RB 52 rollen zwischen Brügge und Lüdenscheid im Ersatzverkehr MVG-Busse.

Die komplette Auswechslung der eingleisigen Strecke sei wegen der langen Liegezeit der Schienen notwendig geworden, zudem hänge sie mit der kommenden Anbindung Brügges an die Trasse nach Köln und der damit zu erwartenden Mehrbelastung zusammen, erklärte Bahn-Sprecher Jürgen Kugelmann dazu jetzt in Düsseldorf.

Ausführendes Unternehmen ist die Firma „Gleiskraft“ aus Ulmen in Süddeutschland. Deren Bauleiter Klaus Eggert beschrieb die Maßnahme näher: „Während die Gleise komplett auszutauschen sind, werden wir von den 4000 vorhandenen Schwellen nur 800 an Schadstellen erneuern.“ Auch der Schotter werde lediglich ergänzt.

Trotz der Länge der Strecke werde „Gleiskraft“ nicht mit einem Umbauzug arbeiten, der das Gleis vorne aufnimmt und hinten neu legt, sondern konventionell mit Baggern, erläuterte Eggert. Zum Abschluss der Baumaßnahme soll eine Stopfmaschine, also ein 30 Meter langer Bauzug, das neue Gleis in Höhe und Lage richten.

Je nach Belastung betrage die Liegezeit von Gleissträngen zwischen 25 und 30 Jahren, ergänzte Kugelmann. Da Schwellen und Gleise auf der Lüdenscheider Strecke inzwischen schadhaft sind, sei der Austausch fällig gewesen.

Für anfängliche Verwirrung hatte am Donnerstagabend die Meldung der Stadt über Verkehrs-Umleitungen für die beiden zeitweilig zu sperrenden Bahnübergänge gesorgt. Die Bahn selbst hatte da die eigentliche Baumaßnahme in der Öffentlichkeit noch nicht angekündigt, geschweige denn ausführlich beschrieben. Das soll nun in Kürze und in allen Details – vor allem zum fälligen Ersatzverkehr für die Fahrgäste – nachgeholt werden, versprach Jürgen Kugelmann.

Bekanntlich muss der Übergang am Märkenstück zwischen Freitag, 2. November, und dem darauffolgenden Dienstag gesperrt werden. An diesen fünf Tagen kann das Märkenstück nur über die Bayernstraße angefahren werden. Umleitungen werden eingerichtet. die Schranke an der Bayernstraße bleibt aber geöffnet, weil es einen provisorischen Übergang für Fußgänger geben soll. Gesperrt wird dagegen in dieser Zeit der Fußweg zwischen Parkstraße und Lösenbacher Landstraße.

Über die Änderungen im Zugverkehr will die Bahn ihre Reisenden auch durch besondere Fahrplan-Aushänge informieren und bittet schon jetzt um Verständnis – auch bei den Anwohnern der Strecke. Denn Baulärm werde sich trotz des Einsatzes modernster Geräte nicht vermeiden lassen.

Infos im Internet: http://www.bahn.de/bauarbeiten. Handy: bauarbeiten.bahn.de/mobile

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