Brügger Eisenbahner-Häuser: Hoffnung auf Millionen-Investition

Könnte künftig womöglich aufblühen: die alte Eisenbahner-Siedlung in Brügge. Die neue Besitzerin der Wohnungen – die Rhein-Ruhr-Invest – soll eine Millionen-Investition in Aussicht gestellt haben.

Lüdenscheid – Das könnte bei den Mietern der alten Brügger Eisenbahner-Häuser womöglich Erleichterung auslösen: Die Siedlung an der Oberen Schlänke und der Opderbeckstraße soll grundsätzlich erhalten bleiben. Abriss oder Weiterverkauf gelten nicht als Option. Stattdessen sind Investitionen in Höhe von einer Million Euro in Aussicht gestellt – was dann aber auch höhere Mieten zur Folge haben dürfte.

Das alles jedenfalls soll die Erkenntnis eines Gesprächs gewesen sein, das Lokalpolitiker und Vertreter der Lüdenscheider Stadtverwaltung in dieser Woche mit Thorsten Heckendorf geführt haben. Thorsten Heckendorf steht gemeinsam mit seinem Bruder Ralph an der Spitze der Rhein-Ruhr-Invest, der die früheren Eisenbahner-Häuser mittlerweile gehören.

Die schon länger angekündigte Unterredung fand im Sitz der Rhein-Ruhr-Invest in Bochum statt und sollte die Perspektiven der Gebäude und der Mieter zum Gegenstand haben. Auf Lüdenscheider Seite mit von der Partei: SPD-Ratsherr Jan Eggermann, sein FDP-Kollege Michael Wülfrath sowie Christian Vöcks und Stephan Kritzler vom kommunalen Fachdienst Stadtplanung und Geoinformation. Im Nachgang des Treffens sprach Eggermann mit unserer Redaktion.

Demnach habe es sich um „ein gutes Gespräch“ gehandelt, „bei dem wir den Eindruck gewonnen haben, dass die Siedlung für die Rhein-Ruhr-Invest kein Spekulationsobjekt ist“. Eggermann weiter: „Heckendorf hat uns versichert, dass sein Unternehmen langfristig am Erhalt der Häuser ebenso interessiert ist wie an einem guten Verhältnis zu den Mietern.“

Besagte Millionen-Investition soll sich dabei etwa auf die Installation neuer Gasheizungen, auf die Verlegung von Laminatfußböden und – wo nötig – auf eine Sanierung der Sanitäranlagen beziehen.

Damit solle dann aber auch die Kaltmiete von aktuell etwa 2 bis 3 Euro auf rund 5, 50 Euro steigen – was Eggermann als einen für Lüdenscheid „ortsüblichen“ Satz beurteilt. Außerdem peile die Rhein-Ruhr-Invest an, bis zum Oktober dieses Jahres alle noch freien Wohnungen zu vermieten.

Die Rhein-Ruhr-Invest selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sie hatte sich in der Vergangenheit stets bedeckt zu ihren Plänen in Brügge gehalten.

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