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Wegen Brückenneubau: Letzte Lüdenscheider Bahnanbindung wird gekappt

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Von: Susanne Kornau

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Auch die Bahn hat einen hohen Sanierungsbedarf bei ihren Brücken. Unser Bild zeigt die gesperrte Brücke in Brügge. Nun kommt eine weitere Brückensperrung dazu.
Auch die Bahn hat einen hohen Sanierungsbedarf bei ihren Brücken. Unser Bild zeigt die gesperrte Brücke in Brügge. Nun kommt eine weitere Brückensperrung dazu. © Cornelius Popovici

Die Bahn bittet um Verständnis, aber das dürfte nur noch schwer zu bekommen sein: Denn mit der Ankündigung, dass das Unternehmen für vier Millionen Euro eine neue Eisenbahnbrücke in Dieringhausen baut, ist eine weitere Streckensperrung verbunden, die die Lüdenscheider trifft.

Lüdenscheid/Dieringhausen – Vom 16. September bis voraussichtlich 6. Januar 2023 werden Busse die Fahrgäste der Regionalbahnlinie RB 25 aufnehmen. „Erst wenn die neue Brücke fertig ist, können hier wieder Züge rollen.“ Die dadurch erforderliche Busfahrt dauere anderthalb Stunden statt der normalerweise 45-minütigen Zugfahrt. Die Züge müssten auf der gesamten Strecke zwischen Dieringhausen und Lüdenscheid durch Busse ersetzt werden: „Grund hierfür sind die noch unwetterbedingt gesperrte Volmetalbahn zwischen Rummenohl und Brügge sowie die seit dem 1. Juli erforderliche Sperrung der Volme-Brücke in Brügge.“ Diese Sperrungen verhinderten Werkstattzuführungen und die Diesel-Betankung der Fahrzeuge. „Die Fahrzeuge sind quasi eingeschlossen“, erläutert der Bahnsprecher: „Das ist alles nicht einfach.“

„Alles durchgetaktet“

Immerhin glaubt der Bahnsprecher, dass sich die Anzahl der Betroffenen in Grenzen halten dürfte, ohne dass er jedoch genaue Zahlen nennt: „Sehr wenige nutzen diesen Abschnitt.“ Er gehe davon aus, dass die „Hauptbetroffenheit“ bei denen liege, die von Gummersbach nach Köln wollten. Trotzdem sei es für jeden Fahrgast ärgerlich, der nun umsteigen müsse.

Eine gute Nachricht sieht er darin, dass diese Baustelle lange geplant und daher gut abgestimmt sei. Die 1892 gebaute Brücke müsse ersetzt werden, um den „Streckenabschnitt fit für das nächste Jahrhundert“ zu machen. Während der Planungsphase habe man die Maßnahme optimieren können. Alles sei durchgetaktet, man sei „zuversichtlich, dass der Zeitplan gehalten wird“. Mit Bezug auf die Volmebrücke in Brügge kündigte er zudem kurzfristig weitere Informationen an. Diese marode Brücke – eine Hochwasser-Spätfolge – muss bekanntlich ungeplant ersetzt werden.

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