Brücke ins Stern-Center jetzt nur noch Sackgasse

Der geschlossene Wehmeyer-Eingang macht die Brücke über der Altenaer Straße derzeit zur Sackgasse.

LÜDENSCHEID - Ende Mai schloss das Textilhaus Wehmeyer im Stern-Center endgültig seine Pforten. Seitdem ist auch der Center-Eingang über die Fußgängerbrücke vom Rathausplatz her dicht, der direkt ins Geschäft führte – und die teure Fußgängerbrücke ist vorläufig eine nutzlose Sackgasse. Das kritisierte SPD-Ratsherr Jens Voß im Hauptausschuss scharf.

Vertreter des Stern-Centers hätten im April im Planungsausschuss eine Übergangslösung in Aussicht gestellt: Bis zur Eröffnung neuer Geschäfte auf den Wehmeyer-Flächen wollte man es Passanten ermöglichen, am Ende der Brücke durch das dort rechterhand liegende Treppenhaus direkt zum Parterre-Eingang des Centers an der Altenaer Straße zu kommen. „Jetzt hat Wehmeyer geschlossen, und das Treppenhaus ist nicht geöffnet“, stellte Jens Voß trocken fest.

Er forderte die Verwaltung auf, hierzu bis zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch Bericht zu erstatten. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende erinnerte daran, dass im April erklärt worden war, bei einer längeren Übergangszeit als sechs Wochen die aufwändige Einrichtung eines „Löwengangs“ durch die Wehmeyer-Räume in Betracht zu ziehen, um das Wegerecht durchzusetzen.

Stern-Center-Managerin Regine Votteler zeigte sich gestern auf LN-Anfrage erstaunt über Voß‘ Darstellung: „Meiner Kenntnis nach hatte der Vorsitzende des Planungsausschusses die von uns im April vorgeschlagene Treppenhaus-Lösung am Ende der Sitzung glatt abgelehnt.“

Deshalb habe sie mit der Stadtverwaltung das Gespräch gesucht, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, betonte Votteler. Wie diese Lösung aussehen könnte, wollte die Center-Chefin noch nicht sagen, da die Gespräche noch liefen. Das Stern-Center verfüge im Übrigen über mehrere barrierefreie Eingänge.

Keinen neuen Stand gibt es laut Regine Votteler unterdessen bei der Neuvermietung. Damit gilt: Es gibt Interessenten, aber noch keinen Vertrag. Somit ist auch nicht klar, ob ein künftiger Mietpartner erneut die gesamte Wehmeyer-Fläche in Beschlag nimmt oder ob sie für mehrere aufzuteilen ist.

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