Kreisweit auf Spitzenplatz

Bestnoten für Bäcker Engelhardt bei Brotprüfung

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Innungsgeschäftsführer Jens Rodermund (l.) und Annette Moldenhauer vom Sparkassenvorstand begrüßten Innungs-Obermeister Karl Schreiber und Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz (r.).

Lüdenscheid - Siebenmal 100 Punkte: Bei der neutralen Brotprüfung der Bäcker-Innung Märkischer Kreis hat Karl-Ernst Schmalz vom Institut für Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack) die Brote der Bäckerei Engelhardt an der Reckenstraße jeweils mit der Höchstnote ausgezeichnet.

Damit belegt der Lüdenscheider Bäcker kreisweit den Spitzenplatz. Insgesamt nahmen nur acht von 30 Innungsbetrieben an der Leistungsschau teil.

Die Teilnahme an der Brotprüfung ist für die Handwerksbetriebe nicht verpflichtend. Innungsobermeister Karl Schreiber sagt: „Es ist eher eine freiwillige Selbstkontrolle.“ Doch wessen handwerklich gefertigte Produkte in den Augen des Prüfers gut abschneiden, der darf mit einer Urkunde in seinem Geschäft Werbung für sich machen.

Jens Rodermund, Geschäftsführer der Innung, spricht angesichts des Teilnehmerfeldes von einer „konstanten Beteiligung“. Die acht Bäckereien haben Karl-Ernst Schmalz, selbst erfahrener Bäckermeister, 55 Brote auf den Tisch gelegt. Nach Einschätzung des Obermeisters scheinen viele Kollegen die Teilnahme, „weil sie den Aufwand scheuen“.

In aller Öffentlichkeit – diesmal in der Sparkassen-Hauptstelle am Sauerfeld – bewertete der Prüfer die Produkte hinsichtlich Geschmack, Geruch, Form, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung, Krumenbild sowie Struktur und Elastizität.

Urkunden und Hilfestellung

Auf einem oberen Rang in der Bestenliste der Bäcker zu landen, ist ein verständlicher Anspruch für die Handwerker. Schmalz sagt dazu: „Viel wichtiger als die Urkunde ist aber die Bedeutung der Brotprüfung als beratende Institution.“ Es gehe auch darum, dem Handwerker Hilfestellung und Tipps zu geben, wenn eines seiner Produkte nicht mit „Gut“ oder „Sehr gut“ bewertet werde.

Ob es der kleine Familienbetrieb ist wie Engelhardt oder eine große Backstube wie die Bäckerei Kayser, die auch in Lüdenscheid eine Reihe von Filialen betreibt – für die Qualität der Produkte spielt das in den Augen des Brotprüfers nicht automatisch eine Rolle. „Man kann nicht pauschal sagen, dass Brote, die durch keine Hand aber dafür durch etliche Maschinen gegangen sind oder als Teiglinge angeliefert und in der Filiale fertiggebacken werden, eine schlechtere Qualität haben als die aus der kleinen Backstube.“ Dazu seien die Einflussfaktoren zu mannigfaltig, so Brotprüfer Schmalz.

Neben der Bäckerei Engelhardt und Filialist Kayser (Menden) haben in diesem Jahr außerdem teilgenommen: die Bäckereien Cramer (Plettenberg), Mähler (Werdohl), Voss-Mühle (Meinerzhagen), Carsten Ashauer (Iserlohn), Goldbäckerei Grote (Werdohl) sowie Karl Schreiber (Iserlohn).

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