Kurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überreicht Edelmetall-Platte

Bronzetafel für das "Schneckenhaus"

Kurator Rolf Klostermann übergab die Bronzetafel am Samstag an Brigitte Klein von den Lüdenscheider Turbo-Schnecken.

Lüdenscheid - Sportler-Domizil und historisches Industrie-Monument – das „Schneckenhaus“ der Lüdenscheider Turbo-Schnecken ist bekanntlich beides.

Bei der denkmalgerechten Umwandlung der alten Maschinenfabrik Hesse & Jäger in ein Vereinsheim für Sportive waren dabei viele Hände im Spiel. So flossen etwa von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) insgesamt 220 000 Euro. Auf dieses finanzielle Engagement soll künftig eine Bronzetafel hinweisen.

Rolf Klostermann, für das Sauerland zuständiger DSD-Kurator, übergab die eher unscheinbare Edelmetall-Platte am Samstag an Turbo-Schnecken-Vorsitzende Brigitte Klein. Die Tafel wird laut Klein künftig nicht im Außenbereich, sondern im Inneren des „Schneckenhauses“ ihren Platz finden – eine Maßnahme zum Schutz vor Metalldieben. Folgende Aufschrift auf der Metall-Kreation erinnert an die DSD-Finanzspritze zur Restaurierung des Gebäudes: „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mithilfe der GlücksSpirale“.

Zum Hintergrund: Die DSD ist eine private Stiftung. Sie unterstützt die Restaurierung von Denkmälern in ganz Deutschland. Eine wichtige DSD-Geldquelle sind dabei die Mittel der Glücksspirale, also der Rentenlotterie von Westlotto. Deren Ausschüttungen gehen teils an die DSD, die die Gelder dann wiederum in Denkmalschutz-Projekte steckt. In der Großregion Sauerland, weiß Rolf Klostermann, hat die DSD bis dato mehr als 20 Objekte gefördert. Das „Schneckenhaus“ ist eines davon.

Die Herrichtung der ehemaligen Maschinenfabrik Hesse & Jäger am Bräucken mit ihrer rund 120-jährigen Geschichte gilt als Meilenstein – für die Turbo-Schnecken selbst, aber auch für die Entwicklung der südlichen Stadtteile. Mit mehr als 2500 Mitgliedern sind die Turbo-Schnecken der größte Sportverein Lüdenscheids.

Die Restaurierung des geschichtsträchtigen Gebäudes – Experten wie Laien beurteilen sie als gelungen – ist inzwischen abgeschlossen. Lediglich im Bereich der Umlagen stehen Brigitte Klein zufolge künftig noch Arbeiten an.

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