Aus für die Brötchentaste „aus der Not heraus“

Das Parken in der Stadt wird an vielen Stellen teurer.

Lüdenscheid - Eine knappe Stunde diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses im Zuge der neuen Parkgebührenordnung über mögliche Alternativen zur Abschaffung der Brötchentaste, am Ende wurde das Paket – bei sechs Gegenstimmen – beschlossen.

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Streit um die Brötchentaste

Wie im Vorfeld angekündigt, hatte sich zuvor die CDU-Fraktion gegen die Abschaffung ausgesprochen, im Sinne der Bürger und Lüdenscheids Ruf als kundenfreundliche Einkaufsstadt, wie es hieß. Stattdessen zählte Ratsherr Hansjürgen Wakup verschiedene Alternativen auf, um die 40.000 Euro aufzubringen. So nannte er beispielsweise den Abbau von wenig genutzten Parkautomaten, beispielsweise an der Kluse oder der Bahnhofsallee, da man sich diese Mietkosten sparen könnte. Gleichzeitig forderte er strengere Kontrollen auf dem Innenhof der Musikschule, da dort bis zu zehn Fahrzeuge in der Stunde zu verzeichnen seien, die dort eigentlich nicht hingehören.

Auch CDU-Ratsfrau Christel Gabler warnte davor, „die Kuh zu schlachten, die wir eigentlich melken wollen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit der Abschaffung der Brötchentaste sowie der Verlängerung der Taktung das Wildparken in der Stadt fördern werden. Denn viele Autofahrer werden erst gar keinen Parkschein mehr ziehen, sondern lieber ein Knöllchen riskieren.“

„Ich bin wahrscheinlich der größte Brötchentastennutzer in der Stadt“, bekannte sich SPD-Mann Gordan Dudas, „und wir können die Argumente durchaus nachvollziehen.“ Jedoch sei die Abschaffung eine spürbare Folge des Haushaltssicherungskonzepts, eine Entscheidung aus der Not heraus – „und nicht, weil wir das wollen. Aber ich sehe keine Alternativen.“ Während sich Peter Biernadzki (parteilos) gegen die gestern ebenfalls thematisierte Abschaffung einiger Parkscheinautomaten und für schärfere Kontrollen aussprach, zeigte Dieter Rotter noch einmal das Defizit einiger Automaten auf: So betrage die Miete pro Jahr jeweils rund 1500 Euro, die Einnahmen lägen jedoch oft unter 1000 Euro. - kes

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