Brennpunkt obere Wilhelmstraße: Geschäftsleute für Alkoholverbot

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Eigentlich ein schöner Ort zum Verweilen, aber die Geschäftsleute sind genervt von unliebsamen Besuchern.

Lüdenscheid - „Das kann so nicht weitergehen. Das Alkoholverbot für den Rathausplatz muss ausgeweitet werden auf die gesamte Wilhelmstraße“, fordert Christel Gabler als Vorsitzende der Wirtschaftsförderung Kreisstadt Lüdenscheid (WKL), aber auch als Geschäftsfrau an der Hochstraße.

Damit steht sie bei weitem nicht allein. Auch die Geschäftsleute rundum, seien es Reidemeister-Wirt Klaus Stange, Norbert Matusche von Postfiliale und Kiosk gleich gegenüber oder Dirk Neumann, Chef von „Dessous & More“.

„Sie können hier fragen, wen Sie wollen. Alle sind äußerst genervt, dass das Rondell und die Bushaltestelle an der Hochstraße immer wieder zum Treffpunkt für Leute werden, die Alkohol trinken, Passanten anpöbeln oder betteln. Das schadet uns und schreckt ab“, sagt Christel Gabler. „Ich bin auch schon einmal dazwischengegangen und hab meinem Ärger Luft gemacht“, sagt Klaus Stange. „Denn es hört ja wohl auf, wenn sich die Leute einfach auf meine Stühle setzen oder ans Haus pinkeln. Da bekomme ich wirklich einen Hals.“

Norbert Matusche blickt aus seinem Geschäft direkt auf den Brennpunkt obere Wilhelmstraße. „Das ist nicht zu glauben, was sich dort manchmal abspielt. Da muss sich wirklich was tun.“ Rufe man die Polizei an, lösten Beamte die Versammlung zwar auf, aber dann verlagere sich das ganze nur Richtung Kochschule Capitol und nach einer gewissen Zeit beginne alles von vorn. Das bestätigt auch Dirk Neumann: „Das Problem gibt es ja schon immer, es hat aber in letzter Zeit zugenommen.“ Auf das Ordnungsamt sind alle nicht gut zu sprechen. Einhelliger Tenor: Von dort gebe es zu wenig Unterstützung. Auf Nachfrage teilte Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn mit, es liege nur eine Beschwerde wegen Pöbelei vor. Ärgerlich ist die Situation auch für das „SternenZelt“. Auf der einen Seite finden dort u.a. Sitzungen mit Menschen statt, die dem Alkohol abgeschworen haben, sie treffen aber vor der Tür auf alkoholisierte Männer und Frauen.

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