Breite Unterstützung für Erhalt des Brügger Stellwerks

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Bahnhofsensemble in Brügge – mehrere Initiativen setzen sich für den Denkmalschutz ein.

Lüdenscheid - Unterstützung bekommt die SPD für ihren Vorstoß, das Bahnhofsensemble in Brügge unter Denkmalschutz stellen zu lassen - sowohl von der Stadt Lüdenscheid als auch von Geschichts- und Heimatverein (GHV) und Aktionsbündnis Volme-Agger-Bahn.

Der Denkmalwert des Stellwerks und des damals noch existierenden Bahnhofsgebäudes wurde bereits 2004 durch den zuständigen Fachbereich beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe festgestellt.

Diese Information hatte Christoph Riedel vom Aktionsbündnis gerade im März dieses Jahres vom Landschaftsverband bekommen, wie er der Redaktion mitteilte. Die Initiative dazu sei damals von GHV ausgegangenen, berichtete dessen Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten. Ursprünglich war allerdings von dem gesamten Ensemble aus Stellwerk und Bahnhofsgebäude die Rede. Letzteres wurde bekanntlich 2009 aufgrund seines schlechten baulichen Zustandes abgerissen. Die GHV-Vorsitzende bedauert diesen Schritt nach wie vor und begrüßt es daher um so mehr, dass nun auch seitens der Politik der Erhalt des Stellwerks gefordert werde. Das sei schließlich das letzte verbliebene Relikt des alten Eisenbahnerdorfes Brügge.

Fachdienstleiter Stefan Frenz erklärte, die Stadt als Untere Denkmalbehörde habe vor kurzem vom Landesamt für Denkmalpflege die Bestätigung erhalten, dass auch das Stellwerk allein Denkmalwert besitzt. Damit sei die Rechtslage eindeutig. Zunächst werde die Bahn AG als Eigentümerin informiert, dass sowohl das Denkmalamt als auch die Stadt Lüdenscheid den Denkmalwert des Stellwerks anerkennen und deshalb ein Eintrag in die Denkmalliste erfolgen soll. Sollte die Bahn dem nicht zustimmen, müsste das weitere Vorgehen in den politischen Gremien entschieden werden, ansonsten werde die Aufnahme in die Denkmalliste direkt veranlasst. Ob, wie die SPD anregte, das verliebene Technikgebäude ebenfalls Denkmalwert besitzt, müsse geprüft werden, sagte Frenz.

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