20 Brautpaare in Lüdenscheid

12.12.12: Mit Schnapszahl und Schnee ins Eheglück

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Anna und Sergej Krotter gehörten zu jenen, die sich ganz bewusst für den 12.12.12 als Hochzeitsdatum entschieden hatten.

LÜDENSCHEID ▪ Der schönste Tag im Leben – viele verbinden damit Sommer, Sonne, Sonnenschein. Dass aber auch Minusgrade und dicke Schneeflocken dem Start ins Glück keineswegs im Weg stehen müssen, das bewiesen jene, die sich den 12.12.2012 als Hochzeitstag ausgesucht hatten.

Insgesamt 20 Brautpaare traten am Mittwoch vor die Lüdenscheider Standesbeamten – und sorgten damit für jede Menge Betriebsamkeit im Rathaus.

„Wir fanden das Datum für uns einfach schön. Dass es so besonders ist, darüber haben wir gar nicht nachgedacht“, erzählt beispielsweise Cornelia Soth. Da es für sie und ihren Mann Toralf bereits die zweite Ehe ist, wollte das Paar bei der Trauung etwas ganz anderes. „Beim zweiten Mal sieht man vieles ganz anders und nimmt vieles anders war.“ Kein Wunder also, dass weder das Schneetreiben draußen noch das Gewusel vor dem Standesamt der guten Laune des Brautpaares etwas anhaben konnte. „Das ist uns völlig egal – heute zählen doch ganz andere Werte.“

Auch Anna und Sergej Krotter nahmen das Wetter gestern mit Humor. „Wir haben uns ja ganz bewusst für diesen Tag entschieden.“ Nach der Trauung ging es für sie gestern zu einem Essen mit Familie und Freunden. Und eine kirchliche Trauung? „Die gibt es vielleicht im Sommer – wenn das Baby da ist.“ Ein zweiter Hochzeitstag im Sommer könnte auch für Melanie und Robin Seidler in Frage kommen – auch wenn die Wahl des Datums auch von ihnen ganz bewusst war. „Und man kann es sich natürlich auch ganz gut merken“, war von den Angehörigen scherzend zu hören.

Während die einen ihr Glück genossen und mit Familie und Freunden die Sektkorken knallen ließen, bedeutete das „Schnapszahl-Datum“ für die anderen Trauungen im Halbstundentakt: Alle sechs Lüdenscheider Standesbeamten waren zwischen 8.30 und 15 Uhr im Dauereinsatz, um den Aufgeboten gerecht zu werden und jede Trauung für das Brautpaar zu einem ganz persönlichen Erlebnis werden zu lassen. Und dafür sorgte auch das zweite Trauzimmer, für das ein Besprechungsraum kurzerhand umgewandelt worden war. Doch auch wenn es vor den Türen mitunter zuging wie in einem Taubenschlag – dank der freundlichen „Einweisung“ von Fachdienst-Mitarbeiterin Jana Seidlitz landete jedes Brautpaar pünktlich vor dem Standesbeamten. ▪ Kerstin Zacharias

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