Brandgefahr: Zigaretten sind im Wald tabu

Laub, Reisig und trockenes Gras erhöhen derzeit die Waldbrandgefahr. In Lüdenscheid gilt aktuell die Warnstufe 3 – und seit dem 1. März ohnehin ein generelles Rauchverbot in den Wäldern.

Lüdenscheid - Sonne satt und Temperaturen jenseits der 15 Grad – das Wetter zeigt sich derzeit von seiner besten Seite und lässt bei vielen Lüdenscheidern Frühlingsgefühle aufkommen. Doch die für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Temperaturen sowie ausbleibende Niederschläge bergen auch Gefahren – beispielsweise durch Waldbrände.

So hatte der Deutsche Wetterdienst bereits am Wochenende in einigen Teilen des Landes die Warnstufe vier ausgerufen (sehr hohe Gefahr) – was bedeutet, dass Spaziergänger die Wege durch den Wald nicht verlassen dürfen. So weit ist es in Lüdenscheid jedoch noch nicht, wie Marcus Teuber, verantwortlich für den Forstbetriebsbezirk Lüdenscheid, im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. In den Wäldern der Bergstadt gelte derzeit die Warnstufe 3, bereits für das Wochenende sei von Seiten des Wetterdienstes aber schon wieder eine Entspannung der Lage vorhergesagt.

Grund für die steigende Waldbrandgefahr seien zum einen die vertrockneten Laub-, Reisig- und Grasreste vom Vorjahr, die den Boden bedecken, zum anderen die noch unbelaubten Bäume sowie der unbegrünte Boden. Dadurch könne die Sonne direkt auf den unbeschatteten Boden strahlen, was ihre Intensität noch erhöhe. „Grundsätzlich besteht die Gefahr von Waldbränden vor dem Laubaustrieb im Frühjahr immer – nur sind wir durch die wärmere Periode in diesem Jahr etwa vier Wochen früher dran“, so Teuber weiter. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober ein generelles Rauchverbot in den Wäldern herrsche – Zigaretten sowie offene Feuer sind damit absolut tabu. „Die Folgen eines Waldbrandes wären erheblich und kosten nicht zuletzt eine Menge Geld“, bittet Teuber um ein angemessenes Verhalten im Wald.

Dem Revierförster und seinem Team komme das milde Wetter derzeit gar nicht ungelegen. Denn der trockene und zugleich frostfreie Boden ermögliche Arbeiten, die sonst zu diesem Zeitpunkt gar nicht möglich wären. „Seit November kommen wir gut in die Erde und können beispielsweise Wiederaufforstungen durchführen.“ Zudem sei der Abtransport von Baumstämmen nun leichter möglich, da man mit den schweren Maschinen keine Schäden im sonst aufgeweichten Gelände anrichte. „Wir können jetzt an Stellen arbeiten, an die wir sonst nicht herankommen.“ - kes

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