Brandanschlag: Stadtverwaltung und Feuerwehr fassungslos

+

Lüdenscheid - Feuerwehrmänner sollen Leben retten und Brände löschen. Dass nun ausgerechnet einer aus den eigenen Reihen zu den Brandstiftern in einer Flüchtlingsunterkunft in Altena zählt, machen die Lüdenscheider Stadtverwaltung und Feuerwehr fassungslos.

Nur einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass am Samstag vergangener Woche Personen nicht zu Schaden kamen. Nachbarn, die den sieben syrischen Flüchtlingen einen Willkommensbesuch abstatten wollten, bemerkten den Brand und veranlassten die sofortige Räumung des Hauses.

Einer der beiden Geständigen aus Altena ist ein 25-jähriger Beamter auf Probe bei der Lüdenscheider Feuer- und Rettungswache, der eine Ausbildung zum Rettungsassistenten in Hagen absolvierte.

Tat aufs Schärfste verurteilt

Thomas Ruschin, als Beigeordneter auch zuständig für die Belange der Feuerwehr, Personalchef Dr. Karl Heinz Blasweiler, und Martin Walter, Chef der hauptamtlichen und freiwilligen Feuerwehr, verurteilten die Tat aufs Schärfste. Derzeit ist der junge Mann vom Dienst suspendiert, seine Entlassung wird eingeleitet. „Es ist schockierend und unerträglich, wenn jemand, der für die Sicherheit sorgen soll, selbst ein solches Vergehen verübt“, machte Ruschin deutlich.

Auch wenn der Staatsschutz keine Verbindung zur rechten Szene ermittelt habe, könne es kein Verständnis geben, wenn das Leben von Menschen aufs Spiel gesetzt werde, so Blasweiler. „Die Grenze ist eindeutig überschritten.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare