Schwerer Schicksalsschlag

Nach Brand im MK ohne Bleibe: Junge Familie braucht dringend Hilfe

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Die Familie Ghali – im Bild der junge Familienvater mit seinem vier Monate alten Sohn – sucht dringend eine neue Bleibe. Nach einem nächtlichen Wohnungsbrand an der Friedrich-Wilhelm-Straße befindet sich die Familie in verzweifelter Lage.

Es ist ein schwerer Schicksalschlag, den eine junge Familie aus Lüdenscheid bewältigen muss. Doch ohne Hilfe werden sie es wohl nicht schaffen. 

„Ohne die Hilfe der Caritas wüssten wir nicht, was wir machen sollen.“ Seit einem nächtlichen Wohnhausbrand an der Friedrich-Wilhelm-Straße (die LN berichtete), bei dem in der Nacht vom 13. zum 14. September insgesamt sieben Menschen leicht verletzt wurden, befindet sich die Familie Ghali in verzweifelter Lage. 

„Der Brand ist im Erdgeschoss ausgebrochen“, erzählt der junge Familienvater, der mit Frau und Kind – einem vier Monate alten Säugling – in der 3. Etage des Brandhauses wohnte. Zwar konnte er sich und seine kleine Familie aus dem verrauchten Haus retten, seine Wohnung ist jedoch nicht mehr bewohnbar. 

Der Rauchgeruch sitzt in Möbeln, Gardinen und Kleidung fest, lässt sich weder durch Lüften noch Waschen beseitigen. Vieles ist nicht mehr zu gebrauchen. Als wäre das nicht genug, kommt jetzt noch Nässe – verursacht durch geöffnete Dachfenster und durch Zimmerdecken eingedrungenen Regen – dazu. 

Die Küche und das Schlafzimmer sind davon betroffen. An Decken und Einrichtungsgegenständen hat das Wasser sichtbare Spuren hinterlassen. Eine Hausrat- oder Rechtsschutzversicherung, an die sie sich wenden können, haben die Ghalis nicht. „Wir stehen jetzt hier im Regen“, sagt der junge Familienvater, der seine unbewohnbare Wohnung gekündigt hat und verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Bleibe für sich und seine Familie ist. Was er tun soll, wenn er nicht schnell eine Wohnung findet, weiß er nicht.

Der nächtliche Brand hat in dem Haus an der Friedrich-Wilhelm-Straße sichtbare Spuren hinterlassen. Derzeit ist das Haus nicht bewohnbar.

In ihrer Not wandten sie die Ghalis an Birgit Krawietz von der Schwangerschaftsberatungsstelle der Caritas, die Ersthilfe leistete und die Familie mit dem Nötigsten, vor allem Kleidung aus der Kleiderkammer, versorgte. Was die Lage der Familie so verzweifelt und die Suche nach einer neuen Wohnung so schwierig macht, ist die Tatsache, dass der junge Familienvater, der zuletzt in der Metallindustrie gearbeitet hat, zum 1. Juni durch Corona seine Arbeitsstelle verloren hat. Bei bisherigen Wohnungsbesichtigungen machten Vermieter aus diesem Grund immer wieder einen Rückzieher. Kein Job – keine Wohnung. „Dabei habe ich unsere Lage vorher immer geschildert“, versteht der Lüdenscheider, der als Arbeitssuchender Arbeitslosengeld 1 bezieht und so schnell wie möglich wieder in Lohn und Brot kommen möchte, die Welt nicht mehr. 

Momentan pendeln die Ghalis zwischen Lüdenscheid und Halver, wo beide nach dem Wohnungsbrand vorläufig bei ihren Eltern untergekommen sind. Er wohnt bei seinen Eltern in Lüdenscheid, sie mit dem Baby in Halver. Ein Dauerzustand ist das nicht. Vor allem besteht bei den Eltern nicht die Möglichkeit, das, was aus der gekündigten Wohnung gerettet werden konnte, zu lagern. 

Vorrangiges Anliegen von Birgit Krawietz und ihren Schützlingen ist es, eine Wohnung zu finden. Um den Umzug und die Renovierung der neuen Wohnung bezahlen zu können, ist die Familie, die über keine finanziellen Rücklagen verfügt, jedoch auf Unterstützung angewiesen. „Es fehlen die Mittel“, sagt Birgit Krawietz. „Auch werden Helfer, die beim Umzug helfen, gesucht.“ Zusätzliches Geld ist für die Einrichtung („Die Polstermöbel müssen ersetzt werden“) nötig. 

Um der Familie helfen zu können, bittet die Caritas daher um Unterstützung. Spenden können auf das Konto DE96 3606 0295 0011 5700 20 bei der Bank im Bistum Essen überwiesen werden. Wichtig ist dabei, als Kennwort den Namen der Familie Ghali anzugeben.

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