Bonhoeffer-Zentrum: Erste Umzüge für Februar geplant

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Ein deutlicher Unterschied: In frischen, hellen Farben präsentiert sich der Neubau, der sich direkt an das bestehende Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum anschließt. In einem zweiten Bauabschnitt wird auch dieses komplett saniert und angepasst.

Lüdenscheid - Fliesenleger, Maler, Gartenbauer, Elektriker – im Dietrich-Bonhoeffer-Seniorenzentrum geben sich die Handwerker derzeit die Klinke in die Hand. Und das schon seit vielen Monaten. Denn fast unbemerkt – zumindest, was die Belästigung für die Bewohner angeht – wurde ein sechsstöckiger Anbau hochgezogen.

Dort wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass Anfang Februar die ersten Umzüge stattfinden können.

Im Zuge der neuen Verordnung über die allgemeinen Grundsätze der Förderung von Pflegeeinrichtungen investiert das Evangelische Perthes-Werk knapp 7 Millionen Euro in den Anbau sowie den Umbau des bestehenden Trakts. Denn das Landespflegegesetz schreibt ab 2017 unter anderem eine gewisse Einzelzimmerquote vor und stellt Anforderungen an Badezimmer und Gemeinschaftsräume. Um dies zu gewährleisten, wurde im Bonhoeffer-Zentrum nun also der Anbau notwendig, in dem künftig zehn Wohngruppen mit jeweils elf Zimmern beherbergt sein werden.

Wie Einrichtungsleiter Udo Terschanski erläutert, wird es bei 128 Bewohnerplätzen bleiben (55 davon im Neubau), nur werde alles größer, geräumiger und moderner. So entstehen derzeit 88 Einzelzimmer, 20 Doppelzimmer sowie mehrere Ehepaar-Appartements. „Somit können sowohl Eheleute bis ins hohe Alter zusammenleben als auch Bewohner, für die es sinnvoll erscheint, durch eine Zusammenlegung einer Vereinsamung vorzubeugen“, so Terschanski. Ein Fensterblick auch für immobile Bewohner sowie die Möglichkeit, das Zimmer mit eigenen Möbeln einzurichten, soll zudem dafür sorgen, dass sich die Senioren wohl fühlen. Dazu sollen auch großzügige Aufenthaltsräume mit Küchenzeile sowie ein weiterer Wohn-/Speiseraum auf jeder Etage beitragen.

In Bezug auf die Ausstattung wird es Spezialbetten für die Pflege und Aktivierung schwerstpflegebedürftiger, für schwergewichtige Bewohner sowie Niedrigpflegebetten geben, die die Anwendung von Bettgittern weitestgehend vermeiden sollen. Und damit auch für den sozialen Wohlfühlfaktor gesorgt ist, werde natürlich auch die Beibehaltung der gewohnten Atmosphäre in Hinblick auf Zimmernachbarn, Pfleger und Therapeuten berücksichtigt.

Abgerundet werden die Umbauarbeiten durch eine Neugestaltung der Außenanlage, die unter anderem einen Spazierweg mit Sitzgelegenheiten sowie einen geschützten Gartenbereich vorsieht, der auch den an Demenz Erkrankten eine Nutzung rund um die Uhr ermöglicht.

„Unsere Bewohner freuen sich sehr auf den Umzug in den Neubau, das Interesse am Umbau war von Anfang an groß“, weiß Udo Terschanski, der ein bislang positives Fazit vom Umbau zieht. Denn alle seien bemüht gewesen, die Beeinträchtigungen und Belästigungen für Bewohner und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Und das soll sich auch mit dem zweiten Bauabschnitt, der Sanierung des Altbaus, fortsetzen. „Das Bild des Bonhoeffer-Zentrums wird sich auf jeden Fall verändern“, verspricht Terschanski.

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