Anonymer Anrufer

Bombendrohung: Bahnhöfe in Lüdenscheid und Werdohl lahmgelegt

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Nach einer anonymen Bombendrohung wurden am Montagnachmittag die Bahnhöfe in Werdohl (Foto) und Lüdenscheid komplett gesperrt,

Lüdenscheid/Werdohl - Nach einer anonymen Bombendrohung wurden am Montagnachmittag die Bahnhöfe in Werdohl und Lüdenscheid komplett gesperrt, der Bahnverkehr wurde sofort eingestellt. Gut zwei Stunden später stand fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr und für einige Aufregung sorgte am Montagnachmittag eine anonyme Bombendrohung. Der Zugverkehr von und nach Lüdenscheid und Werdohl musste für längere Zeit komplett eingestellt werden.

Um 16.40 Uhr war nach Auskunft von Dietmar Boronowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde, ein anonymer Anruf bei der Kreisleitstelle der Polizei in Iserlohn eingegangen: „Am Bahnhof gegenüber der Polizeistation geht gleich eine Bombe hoch!“ Der Anrufer habe zwar nicht den Namen einer Stadt genannt, aber: Im Märkischen Kreis gibt es nur zwei Bahnhöfe, denen gegenüber eine Polizeiwache liegt – die in Lüdenscheid und in Werdohl. Dort liefen dann auch unverzüglich die polizeilichen Maßnahmen an. In Absprache mit der zuständigen Bundespolizei und der Deutschen Bahn wurde der Bahnverkehr von und zu diesen beiden Bahnhöfen sofort unterbunden. 

Sprengstoff-Spürhunde im Einsatz

Ein Team der Bundespolizei mit Sprengstoff-Spürhunden suchte zunächst das Lüdenscheider Bahnhofsgelände ab, ohne fündig zu werden. Anschließend machten sich die Spezialisten auf den Weg nach Werdohl.

Gespenstische Ruhe herrschte Montag am späten Nachmittag und frühen Abend am Lüdenscheider Bahnhof. Kein Zug verkehrte mehr.

Während die Polizeibeamten in Lüdenscheid – auch mangels eines Bahnhofsgebäudes – ausgesprochen unauffällig agieren konnten, mussten sie im Bahnhof der Nachbarstadt im Erdgeschoss das Café und im Obergeschoss ein Sitzungszimmer räumen, in dem gerade die Wohnungsgesellschaft tagte. 

15 Café-Gäste evakuiert

„Wir hatten noch etwa 15 Gäste, die wir auffordern mussten, das Café zu verlassen“, sagte Café-Leiter Elmar Kleine-Linsmann. Polizisten hätten anschließend die Räume durchsucht – ohne verdächtige Gegenstände zu finden. Mit den Sprengstoffspürhunden untersuchte die Polizei zudem ein vor dem Werdohler Bahnhof abgestelltes verdächtiges Fahrzeug mit Kurzzeitkennzeichen. Auch hier wurde keine Bombe gefunden. 

Bombendrohung am Werdohler Bahnhof

RB 52 verkehrte nur bis Brügge

In Lüdenscheid konnte der Bahnverkehr der RB 52 Dortmund-Hagen-Lüdenscheid ab 18.40 Uhr wieder freigegeben werden. Angesichts der Sperrung hatte die DB Regio AG NRW veranlasst, dass die Züge in Brügge enden und abfahren. In Werdohl lief der Verkehr der Linien RB 91 Siegen-Letmathe und der RE 16 Siegen-Essen um 19.10 Uhr wieder an. 

Lesen Sie hier auch unseren Ticker:

Entwarnung nach Bombendrohung: Bahnhöfe Lüdenscheid und Werdohl frei

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