Bolzplatz gesperrt, aber zerstört: Fassungslosigkeit am Vogelberg

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So lässt sich nicht gut kicken: Claudia Okon beklagt erneut einen Vandalismus-Schaden auf dem Bolzplatz am Vogelberg.

Lüdenscheid - Hobby-Kickern im Viertel gilt er schon lange als Problemfall: der Vogelberger Bolzplatz, der sich zwischen Erwin-Welke-Schule und Familienzentrum Kindertraum etwas versteckt in einer Senke duckt.

Der Grund der Unzufriedenheit: Immer wieder gab es in der Vergangenheit Vandalismus-Schäden auf dem Kleinspielfeld. Mal zerstörten Randalierer den massiven Metallzaun rund um die Anlage, mal flexten Kriminelle gar ganze Metallstangen an den Toren ab.

Belag weggerissen

Claudia Okon, Leiterin des Familienzentrums Kindertraum, kann ein Lied von den Vorgängen singen – und musste in dieser Woche erneut eine starke Beschädigung feststellen. Denn „vermutlich am Dienstagabend“, haben laut Okon Unbekannte mehrere Bahnen des Kunstrasens auf dem Platz abgelöst und weggerissen. In Wölbungen liegt der Belag nun auf dem Gelände – gefahrloser Spielbetrieb unmöglich.

Wegen Corona-Pandemie gesperrt

Zwar ist der Platz wegen der Corona-Krise ohnehin bis mindestens Anfang Mai für Nutzer gesperrt – auch wenn Unbekannte ein entsprechendes Hinweisschild kürzlich entfernt haben. Ob die Freizeitanlage aber je wieder öffnet, steht derzeit in den Sternen. Denn, so sagt Claudia Okon: „Der Bolzplatz ist ein Fass ohne Boden. Und mittlerweile mangelt es einfach an Geld, um solche Vandalismus-Schäden zu beseitigen.“

Elternverein des Familienzentrums ist für Unterhalt zuständig

Was Okon damit meint: Schon vor Jahren hat der Elternverein des Familienzentrums Kindertraum von der Stadt die Regie für den frei zugänglichen Bolzplatz übernommen – und ist somit auch finanziell für den Unterhalt des Areals zuständig. Spenden von Bürgern bilden dabei eine Haupteinnahmequelle. Weil aber in den vergangenen Jahren regelmäßig durch Vandalismus bedingte Reparaturen erledigt werden mussten, fehlt dem Elternverein laut Okon nun das Geld. Daher müsse der Bolzplatz künftig womöglich „komplett zurückgebaut“ werden – das Aus für eine beliebte Spielstätte.

Stadt als letzte Hoffnung für den Erhalt

Letzte Hoffnung für den Erhalt: ein Einspringen der Stadt zwecks Behebung des aktuellen Schadens. Dazu Dierk Gelhausen vom kommunalen Fachdienst Schule und Sport: „Wir prüfen gerade, ob das geht und Sinn machen würde.“

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