Bohrungen für Fundamente der neuen Brücke

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André Westermann, Yvonne Schubert und Heike Müller (v.l.) freuen sich über die Fortschritte auf dem Areal der Denkfabrik. Gestern starteten die Bohrungen für die Brücken-Fundamente.

Lüdenscheid - Zugegeben, noch sieht es auf dem Areal der Denkfabrik ein wenig wüst aus, sind die Fortschritte auf den ersten Blick nicht sichtbar. Und doch schreiten die Arbeiten für das Projekt im Rahmen der Regionale Südwestfalen unaufhörlich voran.

Viel passiert derzeit jedoch unter der Erde, ist für den „normalen Betrachter“ nicht zu sehen, aber dennoch unerlässlich: So starteten am Mittwoch die Bohrungen für die Fundamente der neuen Fußgängerbrücke, die bekanntlich den Bereich der Phänomenta mit dem Platz zwischen Bahnhof und Fachhochschule verbinden wird.

Wie Yvonne Schubert vom STL und Heike Müller von der Projektstelle Licht und Stadtgestaltung der Stadt vor Ort erläuterten, würden an beiden „Enden“ der Brücke jeweils acht Bohrpfähle aus so genanntem bewehrten Beton hergestellt, für die mit einem Durchmesser von 88 Zentimetern und mit einer Tiefe von etwa sechs Metern in den Boden gebohrt wird.

„Die Bohrpfähle werden der Brücke später als Fundament dienen“, so Schubert. Dabei soll es später den Anschein haben, als kämen die Bögen der Brücke – immerhin mit einer Spannweite von 53 Metern – direkt aus der Mauer. Diese wurde für die Dauer der Arbeiten vorübergehend eingerissen, werde aber später wieder aufgebaut. Damit die angrenzenden Gebäude. darunter die Phänomenta, von den Arbeiten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, würden diese ständig von einem Prüfstatiker überwacht.

„Hier passiert derzeit eine ganze Menge“, verweist André Westermann, Projektleitung Denkfabrik, auf die notwendige Koordinierung, die die Maßnahmen auf den einzelnen Baustellen erfordern. Zugleich erinnert er an die Möglichkeit, die Fortschritte über die Webcam live zu verfolgen.

Und auch der Umbau der Phänomenta geht unermüdlich voran. Davon können sich Interessierte am kommenden Sonntag überzeugen, wenn Johannes Pöpping, Geschäftsführer der Phänomenta, und Architekt Linus Wortmann zu einer öffentlichen Baustellen-Führung einladen. „Was im Zuge der Denkfabrik auf dem angekauften Nachbargrundstück des Science Centers entsteht, ist faszinierende Ingenieurs- und Baukunst“, heißt es in der Einladung.

2000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche würden jetzt mit der Fertigstellung des Rohbaus begehbar. Und auch die auffällige Dachkonstruktion, die mit ihren Faltungen einem Origami-Modell gleiche, stehe vor der Vollendung. Zwischen 11 und 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich kostenlos durch den Rohbau führen zu lassen. - kes

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