Bodenmängel im Rathaus: 82 500 Euro für Vergleich

LÜDENSCHEID ▪  Der Rechtsstreit der Stadt wegen mangelhafter Bodenarbeiten im Rathausfoyer hat mit einem Vergleich geendet. Danach zahlt die Stadt an die bauausführende Firma, die eine Restlohnklage eingereicht hatte, 50 906,45 Euro, hinzu kommen Zinsen in Höhe von gut 16 000 Euro für die offenen Forderungen der Firma seit dem 20. Oktober 2006.

Insgesamt wurde nach Angaben des Amtes für Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) eine Vergleichssumme von 67 500 Euro vereinbart, die die Stadt notgedrungen schlucken muss: „Wir sind alles andere als glücklich darüber, aber der Prozess war nicht zu gewinnen, nachdem ein Gutachter zu dem Ergebnis gekommen ist, der Belag sei geeignet gewesen“, erklärte am Montag Kämmerer Karl Heinz Blasweiler.

 Zu der genannten Summe kommen noch bis zu 15 000 Euro an Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten hinzu. 82 500 Euro sind also zu zahlen. Allerdings wurde die ursprüngliche Forderung des Unternehmens aufgrund gutachterlich festgestellter Mängel doch um 12 185,85 Euro reduziert. Bei einer Verurteilung zur kompletten Zahlung wären laut Verwaltung 107 000 Euro fällig gewesen, so dass durch den Vergleich 24 000 Euro eingespart werden. Nun soll geprüft werden, wie der helle Bodenbelag, der durch Salzschäden rissig und löchrig geworden war, mit vertretbarem Aufwand aufgearbeitet und besser geschützt werden kann. Der Bau- und Verkehrsausschuss wurde jetzt über den Vergleich informiert.

„Hätte das ZGW sich im Vorfeld mit der Firma auf Mängelbeseitigung geeinigt, dann hätte die Stadt viel Geld, Zeit und Ärger gespart“, meinte gestern ein Mitglied. Diesen Vorwurf weist ZGW-Chef Frank Kuschmirtz entschieden zurück: „Wir haben zig Treffen gehabt und uns um eine außergerichtliche Einigung bemüht. Die Akten sind voll davon und darüber war der Ausschuss auch immer informiert. Nun müssen wir das so hinnehmen und sehen, was zu tun ist.“ Der helle Bodenbelag werde aber ein Problem bleiben.

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