Bluttat Bergstraße: Täter dauerhaft in Psychiatrie?

LÜDENSCHEID - Am 30. August beginnt vor dem Schwurgericht Hagen der Prozess gegen Shakir S. (29). Ihm wird vorgeworfen, am frühen Morgen des 13. März, seinen Vater in dessen Wohnung an der Bergstraße erstochen zu haben.

Wie Staatsanwalt Klaus Knierim im LN-Gespräch bestätigte, geht es für den Angeklagten nach dem Ermittlungsverfahren und einem psychiatrischen Gutachten nicht mehr um die Frage, wie lange seine Haftstrafe sein wird. Entscheidend wird sein, ob das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgibt und Shakir S. auf unbestimmte Zeit in der Psychiatrie unterzubringen. So wird Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer zu Beginn der Hauptverhandlung auch keine Anklage- sondern eine Antragsschrift verlesen.

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Der Paderborner Psychiater Dr. Horst Sanner, der das Sachverständigen-Gutachten erstellt hat, geht davon aus, dass die Steuerungs- und Einsichtsfähigkeit des Lüdenscheiders zur Tatzeit nicht nur eingeschränkt, sondern aufgehoben war. Der Beschuldigte wartet in einer psychiatrischen Einrichtung auf seinen Prozess.

Nach derzeitigen Erkenntnissen kam es am Tattag zwischen 4 und 4.30 Uhr zu einem heftigen Streit zwischen dem 84-Jährigen und seinem Sohn. Nachbarn alarmierten die Polizei, doch die Beamten fanden den Mann leblos und blutüberströmt auf dem Bett liegend vor. Der mutmaßliche Täter gilt als mehrfach vorbestraft. - omo

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