„Blick in alle Richtungen“

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Dr. Walter Hostert, wie ihn keiner kannte: Ein Bild seines Vaters, das einst als Theaterrequisite diente, brachte Markus Hostert mit.

Lüdenscheid - „Wir Lüdenscheider können auf unser BGL stolz sein. Es ist vorbildlich auch im Bereich der Menschlichkeit.“ Sichtlich gerührt machte Dr. Anwar Nabiyar der Schule zum Abschluss einer, wie Dieter Utsch sagte „prächtigen Festwoche“, noch das wohl schönste Kompliment zum 50. Geburtstag.

Seit gut zehn Jahren engagieren sich Schüler und Lehrer für Mädchen der Estalef-Schule in Afghanistan, sorgen für Bildung und Perspektive, zeigen Verantwortung und Engagement. Weit über Pflichtaufgaben hinaus auch das zu vermitteln, wofür’s kein Schulfach gibt, war und ist immer eine Stärke des Bergstadt-Gymnasiums gewesen. Das machten gestern die Redner beim Festakt in der Pausenhalle deutlich.

Die Pädagogen hätten einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass diese Region Weltmarktführer geworden sei, betonte Landrat Thomas Gemke den wirtschaftlichen Aspekt. Das Gebäude sei auf einem Kopf gebaut, „mit gutem Blick in alle Richtungen“, griff Bürgermeister Dieter Dzewas ein symbolträchtiges Bild auf. Der Vertreter der Bezirksregierung, Hans Beinghaus, führte weit in die Schulgeschichte zurück und bat um Verständnis und Unterstützung von Wandel. Wer sich nach Ruhe in der Schullandschaft sehne, stehe still.

„Wow, an dieser Schule wird uns echt was geboten“, lautete das launige (vorläufige) Fazit von Schülersprecher Jannik Straube, der noch ein paar Jahre bis zum Abi hat.

Elternpflegschaftsvorsitzende Susanne Schnippering schwärmte von in dieser Woche sichtbar gewordenen BGL-Vielfalt, bat aber auch Eltern um noch mehr Engagement und Politiker um Unterstützung: „Investieren Sie in die Zukunft unserer Kinder.“

Um die machten sich, lobte Lehrer Sebastian Wagemeyer, viele außerschulischen Partner verdient, die das Leitbild „Bildung – Verantwortung – Mensch sein“ mit Inhalten füllten. Dass die durchaus auch musikalischer Art sind, zeigten Beiträge zwischen den Redeblöcken. „Dieser Ort ist schon etwas Besonderes. Hier kann man eine Grundlage fürs Leben legen“, sagte Helge Schmermbeck, Vertreter der Ehemaligenvereinigung Alumnis BGLensis. Markus Hostert, Vertreter eines BGL-„Familienunternehmens“, zeigte sich gespannt, wie sich die „erwachsen gewordene Schule“ weiter entwickle. Die Anlagen sind jedenfalls so kreativ wie bunt bei einer Schule, „die seit Jahrzehnten schwangere Nudeln als Symbol hat“. -  sum

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