Blasweiler vor Wiederwahl zum Beigeordneten

Karl Heinz Blasweiler

LÜDENSCHEID ▪ Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler steht in der Ratssitzung am 4. Februar 2013 offenbar vor seiner erneuten Wiederwahl für acht Jahre als Beigeordneter.

Nach Informationen der LN stimmte die Runde der Fraktionsvorsitzenden am Montag der Anfrage von Bürgermeister Dieter Dzewas zu, die geheime Beigeordneten-Wahl auf die Tagesordnung der ersten Ratssitzung des neuen Jahres zu setzen.

Da auf eine öffentliche Ausschreibung der Position nur im Fall einer möglichen Wiederwahl verzichtet werden kann, hat der 50-jährige Sozialdemokrat Blasweiler somit alle Chancen, bis 2021 im Amt bestätigt zu werden. Schon zum Zeitpunkt der Rathaus-Reform 2010 hatte die Ratsmehrheit der Ampel-Fraktionen von SPD, FDP und Grünen angekündigt, Blasweiler auch künftig die Stadtkasse anvertrauen zu wollen. Dies erneuerten sie jetzt auf LN-Anfrage: „Er hat eine Super-Arbeit abgeliefert, gerade auch mit dem Haushaltssicherungskonzept“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ingo Diller. Er attestierte Blasweiler zudem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der SPD-Fraktion.

Für die FDP verwies deren Fraktionschef Jens Holzrichter darauf, dass die Liberalen Blasweiler auch unter anderen politischen Vorzeichen – also auch vor der Ampel-Phase – bereits gewählt hätten. „Dies ist seit langen Jahren eine hervorragende Zusammenarbeit.“ Auch als Personaldezernent sei Blasweiler erfolgreich. Nach den ersten FDP-Etatgesprächen am Wochenende habe er Blasweiler mit dem Wunsch verabschiedet, dass man auch den nächsten Haushalt wieder gemeinsam beraten könne.

Wie sich CDU und Linke verhalten, ist noch nicht klar. Beim letzten Wahlgang hatte Blasweiler auch Gegenstimmen erhalten, und ungeachtet der geheimen Wahl war anzunehmen, dass sie aus den Reihen der Union stammten. Der Vertreter der Linken soll, wie es hieß, am Montag im falschen Raum vergebens auf die interfraktionelle Besprechung gewartet haben.

Blasweilers aktuelle zweite Amtszeit läuft am 30. Juni ab. Frühestens sechs und spätestens drei Monate vorher, also zwischen Neujahr und dem 31. März, muss die Wahl des neuen oder alten Beigeordneten stattfinden. Mit dem 4. Februar schlug Bürgermeister Dzewas traditionell den frühestmöglichen Termin innerhalb dieses Zeitraums vor.

Übrigens: Sollte er gewählt werden, muss Blasweiler die Wahl annehmen. Anderenfalls droht ihm der Verlust seiner bis dahin in rund 16 Jahren als Kämmerer erworbenen Pensionsansprüche.

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