Grills, Smartphones, E-Bikes

Black-Friday: Dringende Warnung der Polizei MK an Schnäppchen-Jäger

Der Black Friday weckt niedere Instinkt bei Schnäppchen-Jägern. Die Polizei im Märkischen Kreis warnt jetzt sogar eindringlich davor, sich aufs Gefühl zu verlassen. Sie kennt zu viele Menschen, die ihr Schnäppchen teuer bezahlt haben.

Die Polizei im Märkischen Kreis warnt vor den Folgen unüberlegten Kaufrauschs am Black Friday. In einer Mitteilung der Behörde heißt es: „Wer sich vom Black Friday benebeln lässt, sieht bald völlig schwarz.“

Black Friday 2020: Polizei im Märkischen Kreis warnt Schnäppchen-Jäger eindringlich

Demnach erreichen die Polizei fast jeden Tag Anzeigen von Betrugsopfern aus dem Märkischen Kreis. „Fake-Shop-Betreiber reiten auf der Corona- und Weihnachts-Black-Friday-Shopping-Kaufwut-Welle. Teure Gartengrills sind gerade besonders begehrt, aber auch E-Bikes und Smartphones“, sagt ein Polizeisprecher.

Aktuelles Beispiel aus der Kreisstadt Lüdenscheid: Am 10. November bestellte ein Lüdenscheider Ware online. Nach Bestellung leistete der Kunde Vorkasse, bekam von dem Shop aber keinerlei Reaktion mehr. Er forschte im Internet nach und stieß auf Warnungen vor einem Fake-Shop. Am Freitag gab er die Hoffnung auf, seine Ware zu bekommen, und erstattete Strafanzeige wegen Betruges. Im Stern-Center und in der Innenstadt von Lüdenscheid wäre ihm das nicht passiert - auch dort gibt es Black-Friday-Schnäppchen.

Black Friday oder Orange Week: Mann aus Plettenberg kauft günstigste Kaffeemaschine und bezahlt sie teuer

Ein Mann aus Plettenberg orderte für mehrere hundert Euro online eine Kaffeemaschine und bezahlte vorab. Danach passierte: nichts. Als der Käufer nachforschte, stieß er ebenfalls auf Warnungen vor dem Fakeshop. Der Anbieter ist nach Polizeiangaben noch online und gibt sogar die Nummer einer angeblichen „Hotline“ an. Die ist jedoch derzeit „durch Covid-19 nicht besetzt“. Die im Impressum genannte GmbH gibt es nicht.

Black-Friday-Masche: Mann aus Menden erhält Ware nicht

Ähnlich erging es einem Mann aus Menden, der einen teuren Laptop bestellt hatte. Bestellbestätigung und Zahlungsaufforderung kamen prompt, der Kunde zahlte. Inzwischen erscheint beim Aufruf der Seite nur noch der Hinweis „Error“. Verbraucherschützer warnen ebenfalls vor dem Black Friday.

Tipps der Polizei MK zum Black Friday - auch für Weihnachtsgeschenke gültig

Zum Black Friday hat die Polizei im Märkischen Kreis eine dringende Warnung an die Schnäppchen-Jäger - Die Tipps lauten:

  • Keine Spontankäufe. Extreme Schnäppchenpreise sollten misstrauisch machen.
  • Unbekannte Online-Shops auf Herz und Nieren prüfen! Ein Impressum lässt sich erfinden oder abschreiben: Immer wieder nutzen Betrüger sogar Namen und Anschriften real existierender Unternehmen, die sich plötzlich Forderungen betrogener Kunden ausgesetzt sehen.
  • Suchmaschine nutzen: Dort den Begriff „Fake-Shop“ und den vollständigen Namen der besuchten Seite einschließlich der Endungen wie .com oder .info eingeben. Auch Verbraucherzentralen halten Infos bereit.
  • Produktbeschreibungen lesen: Verkauft der Anbieter das gesuchte Produkt oder nur die Verpackung?
  • Beim Kauf über Auktionsplattformen: Lassen Sie sich nicht auf Angebote von Verkäufern ein, die Ware am Auktionshaus vorbei zu erwerben. Das hebelt alle Käuferschutz-Funktionen aus.
  • Mail- und Kundenkonten mit unterschiedlichen Passwörtern schützen – je länger, desto besser. Auf eine sichere Internet-Verbindung zu dem Shop achten, erkennbar am „https:“ vor der Adresse, ehe man Daten übermittelt.

Das einzige „Wahre“ dieser Fake-Shops sei die Konto-Verbindung, so die Polizei. Die liege oft im Ausland. „Orange-Week, Single-Day und Black Friday schaffen zusätzlich blinde Kaufwut. Vor Begeisterung über einen niedrigen Preis lässt mancher alle Vorsichtsregeln außer Acht.“ Deshalb rechnet die Polizei in den nächsten Wochen bis Weihnachten mit steigenden Fallzahlen. Nicht nur am Black Friday.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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