Bischof segnet Café Lisbeth und bringt Scheck mit

Weihbischof Franz Vorrath (r.) hatte zur Einweihung des Café Lisbeth einen Scheck über 6000 Euro der Caritas-Stiftung mitgebracht – Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff freut sich.

LÜDENSCHEID – Mit bischöflichem Segen ausgestattet kann das Café Lisbeth, die neue Einrichtung der Caritas zur Betreuung Demenz-Kranker, nun an den Start gehen. Am Sonntag feierte Weihbischof Franz Vorrath den „Welttag der Kranken“ in Lüdenscheid. In jedem Jahr sucht er sich dafür eine andere Stadt des Bistums Essen aus und so war in diesem Jahr das Haus Elisabeth der Ausrichter für die bistumsweite Feier. Da dort auch das Café Lisbeth untergebracht ist, war der Termin für die feierliche Einweihung bewusst gewählt.

Gut gefüllt waren die gemütlichen Wohnräume mit den Gästen unter anderem aus Rat und Verwaltung von Stadt und Kreis, aus dem Diözesanverband, aus den Reihen der Gemeinde Maria Königin und der Caritas. Schwester Mechthild Driesch, bis Dezember Beauftragte des Bistums Essens für den Bereich Altenpastoral, lieferte unter dem Titel „Wenn die Erinnerung geht“ einen Impuls, der Hinweise zum Umgang mit Demenzerkrankten gab – und vor allem um Verständnis dafür warb, dass die Krankheit dazu führt, dass Betroffene in einer eigenen Welt leben. Sie sollten immer dort abgeholt werden, wo sie selbst in ihrer Erinnerung gerade stehen. Achtsamkeit und Ehrlichkeit seien wichtig im Umgang mit ihnen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer erinnerte daran, dass eine alternde Gesellschaft auch eine Zunahme der Demenzerkrankungen bedeute. Das Café Lisbeth sei ein weiterer wichtiger Baustein in der „Pflegelandschaft Lüdenscheids“. Denn wer in der Pflege „ambulant vor stationär“ fordere, müsse auch Entlastung für diejenigen bieten, die die Pflege leisteten. Sie sprach all denen ein Lob aus, die sich ehrenamtlich qualifiziert haben, um das Team im Café Lisbeth zu verstärken.

Weihbischof Vorrath hatte bereits in seiner Predigt im Pontifikalamt in der Kirche Maria Königin all denen gedankt, die zuhause Angehörige pflegen, den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern im Haus Elisabeth sowie generell allen, die in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizen arbeiten. Anlässlich des „Welttages der Kranken“ sagte er: „Als Christen folgen wir dem Beispiel Jesu durch unseren Einsatz für kranke, alte und behinderte Menschen.“ Vorrath segnete die Räume des Cafés und besuchte am Nachmittag die Stationen im Haus Elisabeth.

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