Bilanz zum Wintermarkt: „Wissen um die Kleinigkeiten“

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André Westermann zog eine positive Bilanz zum Wintermarkt und der Eisbahn. „Wir wissen um die Kleinigkeiten, die wir in Zukunft noch angehen möchten.“

Lüdenscheid - Zufriedene Händler, durchgängig Betrieb auf der Eisbahn, mildes, aber zumeist trockenes Wetter – André Westermann, Geschäftsführer der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH (LSM), zog ein positives Fazit des Wintermarktes, der am Donnerstag zu Ende ging. „Wir sind mit den vergangenen Wochen zufrieden, wissen aber um die Kleinigkeiten, die wir in Zukunft noch angehen wollen“, sagte Westermann im Gespräch mit unserer Redaktion.

Auch ohne Schnee und eisige Temperaturen seien die Lüdenscheider zum Sternplatz gekommen und hätten selbst die bislang „toten Sonntage“ mit Leben gefüllt. „Die Veranstaltung wird natürlich immer kritisch beäugt, aber ich denke, der Wintermarkt hat eine positive Entwicklung genommen. Und wir versuchen jedes Jahr, etwas zum Positiven zu verändern“, erinnerte Westermann unter anderem an den Weihnachtsbaum-Schmuck, der erstmals von Kindern gestaltet wurde, an die vereinheitlichten Holzbuden sowie die neue Beleuchtung der Eisbahn. 

Bei aller Kritik dürfe man nicht vergessen, dass man einen dreitägigen Weihnachtsmarkt wie in kleinen Städten nicht mit einer sechswöchigen Veranstaltung vergleichen könne. „Denn das ist natürlich auch eine wirtschaftliche Frage. Es ist immer ein Grat zwischen Attraktivität und wirtschaftlicher Umsetzung“, betonte Westermann, dass man auch immer an den Betreiber einer solchen Veranstaltung denken müsse.

Und nicht zuletzt in diesem Zusammenhang stehen auch Überlegungen über die Laufzeit des Wintermarktes – ebenso wie über dessen Bezeichnung. „Wir hätten damals nie gedacht, dass dies solche Reaktionen hervorrufen würde.“ Umso mehr sei man sich der Thematik bewusst und werde dies im Stadtmarketing diskutieren. Derzeit gehe die Tendenz dahin, den Wintermarkt bis zum 30. Dezember zu verkürzen und danach nur noch einige Buden nahe der Eisbahn stehen zu lassen.

Mit deren Auslastung zeigte sich Westermann am Donnerstag ebenfalls zufrieden. „Das Angebot wird gut angenommen und hat sich zu einer festen Institution entwickelt – auch für Kinder aus umliegenden Kommunen.“ Mittlerweile hätten sich viele Besucher bereits mit eigenen Schlittschuhen ausgestattet, „weil sie einfach wissen: Die Eisbahn kommt.“ Und das soll auch in diesem Jahr so sein. „An der Eisbahn halten wir fest“, so der LSM-Geschäftsführer, „auch wenn es ein Zuschuss-Geschäft und nach dem Wegfall von Sponsorengeldern nicht einfacher geworden ist“, betont Westermann, dass man die Preise seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau halte. „Das ist schon eine teure Angelegenheit, die wir aber trotzdem ermöglichen wollen.“

 Neben der Laufzeit und der Namensgebung stehe auch eine bessere Einbeziehung des Weihnachtshauses zur Diskussion. „Das ist einfach ein bisschen abgeschottet, das müssen wir präsenter hinbekommen.“ Und: Auch für die nach Weihnachten bereits leer stehenden Buden wünscht sich Westermann noch eine bessere Auslastung. „Dass diese tageweise von Vereinen genutzt werden können, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben.“

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