Museen und Galerie haben ihre Ziele erreicht

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Galerieleiterin Hilke Gesine Möller mit einem Teil der bundesweit gelobten Ida Gerhardi-Ausstellung. -

LÜDENSCHEID - Rund 35 000 Besucher sind das Jahresziel. Denn diese magische Zahl sichert dem Geschichtsmuseum der Stadt zum einen die landesweite Akzeptanz, zum anderen aber auch den einen oder anderen namhaften Zuschuss aus dem Landessäckel. Rund 34 400 habe man einschließlich der Gäste am Bremecker Hammer 2012 gezählt. Zahlen, die Museumsleiter Dr. Eckard Trox im Rahmen eines Pressegespräches bekannt gab. Und Zahlen, die zufrieden stellen.

27 916 besuchten das Geschichtsmuseum, 6500 den Bremecker Hammer, komplettierte der Museumsleiter seine Aufstellung. Außerdem kamen noch 7212 Gäste in die Städtische Galerie. „Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklung“, konstatierten Trox und Galerieleiterin Hilke Gesine Möller. In der Galerie habe die Ausstellung „Ida Gerhardi“ (24. März bis 15. Juli) für ein volles Haus und einen bundesweiten Bekanntheitsgrad gesorgt. Möller erwähnte aber auch die noch bis morgen andauernde Ausstellung „Ganz privat – Familie“, die im Rahmen des Familienmonats im vergangenen September eröffnet wurde. Auf ihrer persönlichen „Hitliste“ steht daneben eine kleine, aber feine Ausstellung der Werke der Bildweberin Lieselotte Ellenbeck-Hembeck, die durch das finanzielle Engagement von Thomas Fischer (Fischer-Elektronik) möglich wurde. Für kurze Zeit war ein Ausschnitt aus dem Lebenswerk der Bildweberin zu sehen, die 98-Jährige reiste selbst zur Vernissage nach Lüdenscheid.

Überregionale Aufmerksamkeit erregte die im Frühjahr letzten Jahres eröffnete Ausstellung „Wir hier“. Es sei gelungen, gemeinsam in einer Ausstellung Exponate von Flüchtlingen, aber auch von wirtschaftsbedingter Zuwanderung zu zeigen. „,Wir hier' ist zu einem Prototyp für die Darstellung der Zuwanderungsgeschichte in Deutschland geworden“, so Trox, dokumentiert auf 285 Seiten in einem begleitenden Buch.

Der Blick nach vorn ist für die Museen und die Galerie weniger erfreulich. Die ersten Maßnahmen im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes greifen bereits: Dienstags ist geschlossen. Nur angemeldete Gruppen werden durchs Haus geführt, Besucher müssen draußen bleiben. Sichtbares Zeichen des Einsparprozesses wird in den kommenden Jahren auch der Umgang mit der Kunst im öffentlichen Raum sein. Selve-Brunnen, Onkel Willi oder der Erwachende – erledigte man bislang die kleinen und durchaus auch größeren Pflegemaßnahmen oder Restaurierungen an öffentlicher Kunst quasi „nebenbei und aus dem eigenen Topf“, so bedarf es ab sofort eines konkreten Beschlusses samt Finanzierungsvorschlag. Auch die „Planstelle Dokumentation“, die Wiebke Grüne bislang bekleidete, fällt weg. „Von dieser Arbeit können maximal zehn Prozent durch das übrige Personal aufgefangen werden“. Der Silberstreif am düsteren Himmel: Am 22. Februar wird eine Ausstellung mit Werken von Horst Haitzinger eröffnet, am 18. Oktober der Ida-Gerhardi-Kunstpreis verliehen. Und am 1. Dezember öffnet die Ausstellung „Wider Napoleon“ seine Pforten. - rudi

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