Volksbank „sehr zufrieden“ mit Geschäftsjahr 2012

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Aufwärts geht’s mit der Volksbank: Der Vorstand zeigt sich mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden.

LÜDENSCHEID ▪ Sie haben den Weg nach oben frei gemacht. Drei Jahre nach den Fusionen der Volksbanken im Märkischen Kreis greifen die neuen Konzepte: „Ja, unsere Offensiven haben gefruchtet“, verkündete gestern Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes beim „Bericht über ein gelungenes Geschäftsjahr“.

Die Bilanzsumme ist mit rund 1,6 Mrd. Euro weitgehend stabil. Die Liquidität benutze man zum Tilgen von Krediten – was, so Josef-Werner Schulte (Personal), eine Spiegelung des Kundenverhaltens sei: Der tilge auch lieber als sein Geld niedrig verzinst anzulegen. Dennoch: Die Kunden honorierten das eher konservative Anlageverhalten ihrer Volksbank – weil sie auf Sicherheit setzten. Der Bilanzgewinn wurde auf 3,1 Millionen Euro ausgeweitet. Auch das Risikoergebnis gilt als hervorragend: „Wir haben nur eine sehr niedrige Ausfallrate“, betont der zuständige Vorstand Hans-Erich Lenk.

Äußeres Zeichen des Erfolgskurses: Die Volksbank in Lüdenscheid hat die Räume der ehemaligen Augenarztpraxis an der Jockuschstraße gekauft. Auf rund 300 Quadratmetern will man bis zu 16 Arbeitsplätze unterbringen, was am Sauerfeld Platz schafft für weitere Berater. Ein neuer SB-Shop kommt zum Buckesfeld. An anderen Standorten, etwa in Halver, laufen Um- oder Ausbauten.

Rund 1,2 Mrd. Euro Kundengeldern stehen erstmals Kundenkredite knapp jenseits der Milliardengrenze gegenüber – was von 2011 auf 2012 einem Anstieg um 5,2 Prozent entspricht. Die Bank erwirtschaftete einen Zinsüberschuss von einem Prozent – „ein nicht gerade selbstverständliches Resultat“, betonte Dommes. Noch geht mehr: „Wir könnten“, sagt Josef-Werner Schulte, „noch ein Kreditvolumen von weiteren 400 Millionen abgeben.“

Empfänger fallen der Bank viele ein. Auf einige davon stellt man sich speziell ein. So engagiere man sich sehr stark in der Vermittlung von Fördermitteln für Kunden, habe drei Agrarspezialisten, ein Schwerpunkt mit Sogwirkung nach ganz Westfalen, sowie einen Spezialisten für Freiberufler in Heilberufen. Nächstes Ziel sind die Handwerker, wo „unternehmerische Entscheidungen zwischen Samstagmittag und Sonntagabend“ getroffen würden: „Da können wir mit unseren Beratern echten Mehrwert bieten“, sagt Roland Krebs (Firmenkunden).

Im fünften Krisenjahr seit der Hypothekenkrise zahlt die Bank ihren Mitgliedern eine Dividende von vier Prozent plus einen Bonus von ein Prozent. An knapp 38 000 Mitglieder schüttet sie somit rund 1,5 Mio. Euro aus, was ein Plus von 300 000 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeute. „Damit haben wir unsere Erwartungen übertroffen.“ 2013 will man auf 40 000 Mitglieder kommen. Dommes: „Andere geraten in Bedrängnis, wir geraten ins Blickfeld unserer Kunden – oder Noch-nicht-Kunden.“

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