Silvester-Bilanz der Polizei im MK

Polizei-Einsätze im MK: Pyromanen lösen Brände aus, einer greift zur Waffe

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Auch am Rathausplatz zeigte die Polizei um Mitternacht Präsenz.

Lüdenscheid –Es gab zum Jahreswechsel 38 Einsätze, bei denen Pyrotechnik eine Rolle spielte. Dabei schlugen Pyromanen über die Stränge. Die Bilanz. 

  • Die Polizei im Märkischen Kreis hatte an Silvester viel zu tun
  • Pyrotechnik und Ruhestörungen waren 38-mal der Anlass für Einsätze in der Neujahrsnacht
  • Dabei gab es Ausreißer nach unten, einer griff zur Waffe

Mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz begann das neue Jahr für einen 29-jährigen Mann aus Plettenberg: Er begrüßte das Jahr auf der Ziegelstraße mit Schüssen aus einer Schreckschusswaffe in die Luft. Dabei beobachtete ihn allerdings eine Polizeistreife, schritt ein und stellte die Waffe samt der restlichen Munition sicher.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung

In Herscheid, an der Plettenberger Straße, entzündete gegen 0.30 Uhr wahrscheinlich ein fast abgebrannter Feuerwerkskörper Mülltonnen und Hecke in einer Grundstückseinfahrt. Die Feuerwehr rückte zum Löschen aus. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen einen 31-Jährigen.

In Meinerzhagen klebten am Neujahrsmorgen nur noch die Reste von sieben verbrannten Mülltonnen auf dem Pflaster. Auch Auto und Zaun wurden beschädigt. 

In Meinerzhagen, Auf dem Bamberg, brannten am Neujahrstag kurz nach 7 Uhr vor einem Wohnhaus stehende Kunststoff-Mülltonnen. Das Feuer zog ein geparktes Fahrzeug sowie einen Zaun in Mitleidenschaft. Insgesamt sieben der Plastikbehälter sind komplett geschmolzen.

Nachbar bemerkt Feuer rechtzeitig und verhindert Schlimmeres

Eine andere Tonne hatte bereits um 21.20 Uhr an der Ahornstraße gebrannt. Auch dort muss ein Silvesterknaller den grünen Plastikbehälter entzündet haben. Ein Nachbar sah das Feuer, zog die brennende Tonne weg von der Hauswand auf die Straße und löschte sie. In Neuenrade brannte kurz nach Mitternacht Hinterm Beil eine Hecke. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Mann nutzt Müllcontainer als Startbasis für Raketen - eine dumme Idee

In Plettenberg, am Nocken, nutzte ein 18-Jähriger einen Müllcontainer als Startbasis für Silvesterraketen. Dabei entzündete sich der Container beziehungsweise sein Inhalt. Kurz nach 1 Uhr explodierte ein Böller oder ähnliches in einem Hausbriefkasten Auf der Weide und zerstörte den Edelstahl-Kasten. 

Absicht oder Fahrlässigkeit? Allerorts gab es verbrannte oder geschmolzene Mülltonnen. 

In der Grünestraße gingen in der Neujahrsnacht durch China-Böller die Scheiben einer Telefonzelle zu Bruch. In der Zelle lagen mehrere dieser explodierten Böller und alle drei Scheiben waren zerborsten.

Hauseigentümer bemerkt Brand rechtzeitig

In Schalksmühle Unterm Ried gerieten gegen 1.30 Uhr drei private Mülltonnen in Brand. Der Eigentümer löschte den Brand. In Kierspe an der Lindenstraße sprangen gegen 2.15 Uhr Funken einer Feuerwerksbatterie über auf in der Nähe liegenden Sperrmüll und einen Müllcontainer. Die Feuerwehr erstickte die Flammen. Der nächste Einsatz kam kurz nach 3 Uhr: An der Otto-Ruhe-Straße vernichteten die Flammen zwei Mülltonnen.

In Werdohl ging gegen 2.15 Uhr ein Mülleimer an der Osemundstraße in Flammen auf. Die Feuerwehr rückte zum Löschen aus. In dem Eimer steckte diverse abgebrannte Pyrotechnik.

Auch in Lüdenscheid wurde Silvester-Feuerwerk zweckentfremdet. Es gab Schäden. Glatteis, Brände, Aufzug steckt fest - das ist die Bilanz der Feuerwehr im MK

Erstmeldung: Böllerwurf zwingt Polizeistreife zur Vollbremsung

Ein 43-jähriger Gelsenkirchener, der in Lüdenscheid den Jahreswechsel verbrachte, schlug kurz nach Mitternacht offensichtlich beim Feiern am Sauerfeld über die Stränge. Ansonsten erlebte Lüdenscheid laut Polizei eine recht ruhige Silvesternacht. 

Der 43-jährige Gelsenkirchener allerdings sorgte gegen 0.35 Uhr an der Sauerfelder Straße für Aufregung. Er warf unmittelbar vor einem Streifenwagen der Polizei einen Böller auf die Fahrbahn der Straße. 

Der Beamte bremste den Wagen scharf ab, um zu verhindern, dass der Böller unter dem Streifenwagen zur Explosion kam und womöglich Sachschaden anrichten würde. 

Der 43-Jährige  wurde von den Beamten zur Rede gestellt. Er tat den Vorfall mit den Worten ab: „Warum fahren sie auch daher, alle werfen hier Böller.“ Die Polizisten fertigten eine Strafanzeige gegen den Gelsenkirchener.

Ansonsten verlief die Silvesternacht aus Sicht der Lüdenscheider Polizei ruhig. Um drei Fälle von einfacher Körperverletzung und um drei Sachbeschädigungen mussten sich die Beamten kümmern. Eine Person durfte den Jahreswechsel in der "Zelle" feiern. 

Pünktlich um Mitternacht haben die Beamten laut Volker Mürmann, Chef der Lüdenscheider Wache, die zentralen Stellen im Stadtgebiet wie beispielsweise den Rathausplatz in offener Präsenz besetzt. "Hier brennt nix an", lautete die Botschaft, die die Polizei damit den feiernden Lüdenscheidern vermitteln wollte. 

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