Schützen-Bilanz durchwachsen: "Im nächsten Jahr mehr beten!"

Nach anfänglich schlechtem Wetter verzeichnete die Steinert-Kirmes vor allem gegen Ende einen guten Besuch.

LÜDENSCHEID - Durchwachsen wie das Kirmeswetter fällt Rolf Linnepes Resumée des Schützenfestes 2012 mit der Steinert-Kirmes aus. Schon jetzt bereitet ein neues Problem Kopfzerbrechen fürs kommende Jahr: das totale Rauchverbot auf Schützenfesten.

„Noch ist nicht alles durchgerechnet“, sagte der Vorsitzende des Bürgerschützenvereins. Doch dürfte die Kirmes, die dem BSV die Einnahmen zur Deckung der Kosten des Schützenfestes, des Zuges oder der Platzpflege erbringt, auch 2012 ihren Zweck erfüllt haben. Dafür sorgte schließlich auch das Wetter, das anfangs nicht mitspielte wie erhofft. Zu den Problemen zählt Linnepe auch den nachträglichen Aufbau von Riesenrad und Geisterbahn. Dem verregneten Familientag folgte an Christi Himmelfahrt und den Tagen darauf dann aber bestes Wetter mit ersichtlich gutem Besuch.

Mit dem Festablauf zufrieden: BSV-Vorsitzender Rolf Linnepe.

Die Kosten für den Rummel sind indes wegen der erhöhten Anforderungen an die Sicherheit gestiegen. „Wir haben am Konzept aus dem Vorjahr nochmals gefeilt“, dankte Linnepe hier vor allem dem BSVer und Ex-Feuerwehrmann Reinhard Schmidt. Auch diesmal hätten die Festbesucher dank zweier Notbeleuchtungsmasten auch bei totalem Stromausfall im Stadtteil nicht im Dunkeln gestanden – außer, sie hätten den Festplatz verlassen. „Dann wäre es schon auf der Heedfelder Straße stockdunkel. Auf meine Frage an die Feuerwehr, wo da der Sinn liegt, hieß es nur, das müsste dann nicht mehr unsere Sorge sein“, kritisierte Linnepe einige der Vorschriften, die nach der Loveparade-Katastrophe erlassen worden waren. „Die Loveparade hatte jedoch andere Dimensionen und hätte schon damals nicht genehmigt werden dürfen.“ Daher hoffe er, dass Informationen aus Schaustellerkreisen stimmen, wonach einige Bestimmungen wieder zurückgefahren werden sollen.

Mit dem totalen Rauchverbot auch auf Schützenfesten, das die rotgrüne Landesregierung jetzt in Angriff nehmen will, kündigen sich indes fürs nächste Jahr neue Regeln an, deren Notwendigkeit Linnepe bezweifelt: „Unser Festzelt ist, wie jedes Zelt, nicht dicht, das war anhand der Kälte am Auftaktsamstag für jeden zu spüren.“ Durch die Ritzen sei aber zugleich der Rauch abgezogen, „und für keine Feier ist es gut, wenn ständig Dutzende von Gästen draußen rauchen müssen“, sieht Linnepe ein Verbot skeptisch. Und was gilt es für den BSV 2013 besser zu machen? „Wir müssen mehr beten, damit das Wetter noch besser wird.“ - Thomas Hagemann

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